Entries by Owain Jones

Der Novemberwinter geht

Auch wenn der Blick aus dem Fenster heute morgen in vielen Teilen Österreichs schon eher winterlich aussieht, ab Dienstag ändert sich das markant. Der Winter weicht zurück, die Frostgrenze steigt auf rund 3.500 m, Tauwetter gibt es damit selbst im Gebirge.

Schneefall bis in einige Täler, „Medicane“ im Mittelmeer

Bei uns zeichnet sich in den kommenden Tagen vor allem an der Alpennordseite wieder Neuschnee ab, ansonsten ist das Wetter insgesamt wenig spektkulär. Ganz anders ist die Situation allerdings derzeit im östlichen Mittelmeerraum: Dort wächst ein Tief, das bereits schwere Unwetter in Italien und Griechenland verursacht hat, bis morgen zu einem sogenannten „Medicane“, also einen Tief mit den Eigenschaften eines Hurrikans heran. Am Samstag trifft dieser aus heutiger Sicht mit voller Wucht auf die Westküste Griechenlands.

Nacht auf Mittwoch wird bislang kälteste Herbstnacht

Die kommende Nacht wird die bislang kälteste des Herbstes. Zum ersten Mal muss man verbreitet mit Frost rechnen, in den Alpentälern ist sogar strenger Frost von vereinzelt bis zu minus 15 Grad möglich. Auf jeden Fall wird es nun auch in den bislang frostfreien Regionen Ostösterreichs höchste Zeit, die empfindlichen Pflanzen zu schützen und den Eiskratzer griffbereit zu haben.

Vorerst mild, Wintereinbruch in der Nacht auf Montag

Am oft trüben Novemberwetter ändert sich auch in den nächsten Tagen wenig, mit 5 bis 13 Grad ist es aber nicht allzu kalt. In der Nacht auf Montag wagt allerdings der Winter einen nächsten, diesmal deutlich markanteren Anlauf: Die Schneefallgrenze sinkt bis gegen 400 m und damit wird es in vielen Landesteilen zum ersten Mal weiß. Auch der Montag tagsüber und der Dienstag bringt winterlich-kaltes Wetter mit den meisten Schneeschauern in den Nordalpen. Erste Flocken können sich dann sogar ins Flachland verirren.

Mittelmeertief „Karl“: Wintereinbruch im Süden und Westen

Das Mittelmeertief „Karl“ hat in Kombination mit kalter Nordmeerluft den ersten Wintereinbruch diese Herbstes in Teilen Süd- und Westösterreichs gebracht. Von Vorarlberg bis in die Obersteiermark sowie in Osttirol und Oberkärnten sank die Schneefallgrenze auf 700 bis 500 m, somit bildete sich in vielen Tälern zumindest eine dünne Schneedecke.

Oktober 2017: Viel zu warm und mit turbulentem Ende

Mit einer positiven Abweichung von rund 1,5 Grad zum langjährigen Mittel geht der Oktober 2017 als deutlich zu warmer Herbstmonat in die österreichische Messgeschichte ein. Zudem machte die Sonne nahezu im gesamten Land Überstunden, im Süden schien sie teilweise um 70 Prozent länger als im Durchschnitt. Große Unterschiede gibt es beim Niederschlag zwischen einem viel zu trockenen Süden sowie überdurchschnittlich nassen Bedingungen nördlich des Alpenhauptkamms. Das prägendste Ereignis des zurückliegenden Monats war jedoch das Sturmtief ‚Herwart‘ am vergangenen Sonntag, Böen bis zu 140 km/h im Flachland sorgten für einen ruppigen Monatsausklang.

Wochenende: Markante Abkühlung am Sonntag

Vorerst ändert sich am ruhigen Herbstwetter mit viel Sonnenschein sowie teils zähen Nebelfeldern in den Niederungen wenig. Am Sonntag zeichnet sich mit einer kräftigen Kaltfront aber eine markante Abkühlung ab, der Winter gibt auf den Bergen ein kurzes Gastspiel. Montagfrüh schneit es vorübergehend sogar bis gegen 1.000 m, auf vielen Passstraßen muss man dadurch mit winterlichen Straßenverhältnissen rechnen.