Ubimet Wetter - Wolken - Leicht wechselhaftes Wochenende

Leicht wechselhaftes Wochenende

In der vergangenen Nacht hat es vor allem in Kärnten und in Teilen der Steiermark kräftige Gewitter gegeben. In Kärnten waren, etwa im Bereich von Feldkirchen und St. Veit an der Glan, sogar Hagelkörner von mehreren Zentimetern Durchmesser dabei. Zudem regnete es teils stark und es kam zu zahlreichen Blitzentladungen. Insgesamt gab es österreichweit 28.782 Blitze, davon 8.980 in der Steiermark, 8.058 in Kärnten und 5.045 in Tirol. Am meisten Regen kam mit 48 Liter pro Quadratmeter in Feldkirchen in Kärnten zusammen.

Ubimet Wetter

Neuer Vorstoß polarer Kaltluft

Die Frostgefahr ist noch nicht gebannt: In der Nacht auf Dienstag erreicht neuerlich ein Schwall polarer Kaltluft die Alpen, die Schneefallgrenze sinkt damit auf 1.200 bis 700 m, also bis in manche Täler.

Juli 2016: Sehr nass und warm

UBIMET: Doppelt soviel Regen als im Durchschnitt, rund ein Grad zu warm

Wien, 29.07.2016 – Im Juli setzte sich der bislang sehr nasse Sommer 2016 fort: Zahlreiche und oft heftige Regenschauer und Gewitter dominierten große Teile des Monats. Damit kam laut dem Wetterdienst UBIMET gebietsweise mehr als doppelt soviel Regen als in einem durchschnittlichen Juli zusammen. Besonders groß waren die Abweichungen in Teilen der Obersteiermark sowie in Ober- und Niederösterreich. Die Temperaturen lagen österreichweit recht einheitlich rund ein Grad über dem langjährigen Mittel. Die Anzahl der Sonnenstunden entspricht in Summe den durchschnittlichen Werten, mit Defiziten in erster Linie im Alpenbereich. Der Wind spielte abseits von Gewittern keine wesentliche Rolle.

Die häufigen und teils unwetterartigen Regenschauer und Gewitter schlagen sich direkt in
der Niederschlagsbilanz im Juli nieder: Vom Tiroler Unterland ostwärts, aber auch im
östlichen Flachland fiel teils fast die doppelte übliche Monatsregenmenge. „Ganz besonders
nass waren Teile der Steiermark, Oberösterreichs und Niederösterreichs“, sagt UBIMET-
Meteorologe Josef Lukas. „So kamen etwa in Bad Zell in Oberösterreich 29,6 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen, das entspricht nahezu der dreifachen dort üblichen Julimenge.“ Aber auch in der niederösterreichischen Landeshauptstadt Sankt Pölten wurde das Regensoll mit 205 Litern um 120 Prozent übertroffen. Mit 347 Liter pro Quadratmeter war insgesamt allerdings der Vorarlberger Ort Schröcken am nassesten.

Schauer und Gewitter waren oft lokal und trafen immer wieder die gleichen Regionen. Am
Bodensee, im Oberinntal, im südlichen Osttirol sowie vereinzelt in der Weststeiermark
entstand dadurch sogar ein Regendefizit von bis zu 40 Prozent. Der erwartete Regen zum
Monatsletzten kann das Defizit aber durchaus noch verkleinern. Am absolut trockensten war
es mit 58 Liter pro Quadratmeter in Andau im Nordburgenland.

Österreichweit um rund ein Grad zu warm, 18 Tropennächte in Wien

Die Temperaturen lagen österreichweit recht einheitlich um ein Grad über dem Mittel. Der
Monatshöchstwert wurde mit 36,0 Grad im niederösterreichischen Krems am 11. erreicht.
Vor allem in Wien und in den flachen Regionen Niederösterreichs und des Burgenlandes gab
es speziell in der zweiten Monatshälfte bis zu sechs Tropennächte in Folge und dazu war es
oft drückend schwül. „In der Wiener Innenstadt sank die Temperatur sogar an 18 Tagen nicht
unter 20 Grad“, sagt Lukas. Anders als in den Jahren zuvor fiel auf den Bergen im Juli sogar
Schnee: Auf der 2.304 m hoch gelegen Rudolfshütte in den Hohen Tauern lagen am 14.
sogar 25 Zentimeter Neuschnee und am Tiroler Brunnenkogel wurden am 16. in der Früh nur -10,9 Grad gemessen.

Sonnenscheindauer im Soll

Die Bilanz der Sonnenscheindauer fällt regional recht unterschiedlich aus: Außerhalb der
Alpen ergibt sich mit den erwarteten Sonnenstunden an den letzten beiden Julitagen sogar
ein kleines Plus von bis zu 10 Prozent. „Das betrifft etwa große Teile Niederösterreichs,
Wiens, des Burgenlandes und der Steiermark aber auch das Rheintal“, sagt Lukas. Anders
hingegen in den Alpen: Vom Raum Innsbruck über die Salzburger Gebirgsgaue bis in die
Obersteiermark schien die Sonne auf Grund der vielen Wolken um bis zu 20 Prozent
seltener als üblich.

Gewitterböen: 108 km/h in Lofer

Der Wind spielte meist nur eine untergeordnete Rolle. Die stärksten Böen wurden in den
Niederungen bei Schauern und Gewittern gemessen. Beachtlich waren hier vor allem die
108 km/h am 12. in Lofer in Salzburg sowie die 104 km/h am 5. in Podersdorf, Burgenland
und am 12. in Hochfilzen, Tirol.

Extremwerte für Juli 2016 (Stand 29.07.2016, 09:00 Uhr)

Höchste Temperaturen (Bundesland, Tag)

36,0 Grad Krems (NÖ, 11.)
35,9 Grad Langenlebarn (NÖ, 11.)
35,7 Grad Stockerau, Hohenau an der Marchl (NÖ, 11.)

Tiefste Temperaturen dauerhaft bewohnte Orte (Bundesland, Tag)
2,2 Grad Schröcken (V, 14.)
2,4 Grad Sankt Jakob im Defereggen (T, 15.)
3,1 Grad Sankt Leonhard im Pitztal (T, 17.)

Absolut nasseste Orte (Summe 1.7. – inkl. 28.7.)
347 l/m2 Schröcken (V)
314 l/m2 Kössen (T)
306 l/m2 Bad Ischl (OÖ)

Absolut trockenste Orte (Summe 1.7. – inkl. 28.6.)
58 l/m2 Andau (B)
60 l/m2 Bad Tatzmannsdorf (B)
64 l/m2 Köflach (St)

Sonnigste Orte (Sonnenstunden 1.7. – inkl. 28.6.)
272 Std. Mörbisch (B)
267 Std. Eisenstadt (B)
266 Std. Andau (NÖ)

Höchste Windspitzen in den Niederungen (Bundesland, Tag)
108 km/h Lofer (S, 12.)
104 km/h Hochfilzen (T, 12.), Podersdorf (B, 5.)
101 km/h Golling (S, 12.)

Heftige Gewitter verdrängen schwüle Luft

UBIMET: Unwettergefahr ab Donnerstag vorerst gebannt, Badewetter mit Abstrichen am Wochenende

Wien, 27.07.2016 – Eine schwache Front überquert Österreich bis zum Donnerstag mit heftigen Regenschauern und Gewittern. Damit wird die schwüle und gewitteranfällige Luft nach Osten verdrängt und die Unwettergefahr ist ab Donnerstag vorerst gebannt. Hinter der Front stellt sich laut dem Wetterdienst UBIMET sommerliches, speziell im Bergland aber weiterhin leicht unbeständiges Wetter ein. Das Wochenende bringt aus heutiger Sicht Badewetter und bis zu 33 Grad, die Unwettergefahr steigt allerdings zum Sonntag wieder markant an.

Die schwüle und gewittrige Wetterphase geht bis zum Donnerstag im ganzen Land zu Ende. Zuvor sind am Mittwoch aber noch einmal Unwetter zu befürchten. Dahinter fließt allerdings etwas kühlere und stabilere Luft ein. „Die Unwettergefahr ist somit ab Donnerstag vorerst vorbei“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. „Speziell im Bergland und im Süden gehen zwar weitere Schauer und einzelne Gewitter nieder, diese fallen aber nicht mehr heftig aus.“ Die Temperaturen ändern sich mit maximal 20 bis 29 Grad zwar nur wenig, die Luft fühlt sich allerdings deutlich frischer und somit angenehmer an. Ganz ähnlich verläuft auch der Freitag, mit bis zu 31 Grad legen die Temperaturen wieder zu.

Badewetter und Gewitter am Wochenende

Badewetter im ganzen Land zeichnet sich für das kommende Wochenende ab. Die Temperaturen steigen bis zum Sonntag speziell im Süden und Osten auf bis zu 33 Grad. Ganz ungetrübt bleibt es allerdings nicht, die Luft wird wieder feuchter und die Gewittergefahr nimmt zu. „Die Gewitter können erneut heftig ausfallen und mit starkem Regen, Sturm und Hagel einhergehen“, sagt Lukas. „Am Samstag beschränken sich diese auf das Berg- und Hügelland, am Sonntag muss man allmählich in weiten Landesteilen damit rechnen.“ Eine beständige Wetterphase ist jedenfalls weiterhin nicht in Sicht.

56 Liter Regen pro Quadratmeter und 221.300 Ampere

Der Dienstag brachte lokal wieder heftige Gewitter: Am meisten Regen kam mit 56 Liter pro Quadratmeter in Hartberg in der Oststeiermark zusammen. Das Blitzmessnetz von UBIMET registrierte zudem in Niederösterreich und Oberösterreich jeweils rund 3.000 Blitze. In ganz Österreich summierten sich insgesamt knapp 11.000 Entladungen. Den stärksten Blitz gab es mit einer Stromstärke von 221.300 Ampere im Osttiroler Außervillgraten.

Kräftige Gewitter am Donnerstag

UBIMET: 41.700 Blitze sowie punktuell große Regenmengen und Hagel
Wien, 22.07.2016 – Die ersten kräftigen Gewitter kündigten bereits am Donnerstag die ausgesprochen gewittrige Wetterphase der kommenden Tage an. Über ganz Österreich verteilt wurden vom Blitzmessnetz des Wetterdienstes UBIMET rund 41.700 Blitze registriert. Die meisten davon in der Steiermark und in Kärnten. Dazu gab es lokal große Regenmengen in kurzer Zeit und Hagelschlag. Die nächsten Tage gehen gewittrig weiter, auch Unwetter sind stellenweise zu befürchten. Zudem steigt die Gefahr von Überflutungen und Muren.

Einen ersten Vorgeschmack auf die Gewitterlage der kommenden Tage brachte der Donnerstag: Vom Tiroler Unterland über den Salzburger Tauernbereich bis nach Kärnten und die Steiermark entluden sich teils kräftige Gewitter. Aber auch im nördlichen Waldviertel sowie im Bereich des Wechsels waren heftige Gewitter dabei: „In Mönichkirchen im südlichen Niederösterreich kamen binnen kurzer Zeit 70 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen. Das entspricht fast der Hälfte der durchschnittlichen Regenmenge im Juli“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. „Aber auch südlich von Villach in Kärnten fielen im Zuge eines Gewitters 42 Liter Regen pro Quadratmeter“. Im Bezirk Waidhofen an der Thaya kam es zudem zu Hagel- und Sturmschäden.

41.700 Blitzentladungen, blitzreichster Ort Reingers im Waldviertel

Das Blitzmesssystem von UBIMET registrierte am Dienstag österreichweit exakt 41.690 Blitzentladungen. „Am öftesten, insgesamt 13.349 Mal, blitzte es in der Steiermark, gefolgt von 11.709 Entladungen in Kärnten“, sagt Lukas. Mit knapp 17 Blitzen pro Quadratkilometer war die Gemeinde Reingers im niederösterreichischen Bezirk Gmünd der blitzreichste Ort Österreichs. Der stärkste Blitz wurde hingegen in Kleinarl in Salzburg registriert, dieser brachte es auf eine Stromstärke von 131.000 Ampere.

Anhaltende Gewittergefahr

Am Wochenende muss man weiterhin mit zahlreichen Regenschauern und Gewittern rechnen. Zum Teil fallen diese ausgesprochen heftig aus mit enormen Regenmengen in kurzer Zeit, teils stürmischen Böen und kleinem Hagel. Damit muss man neuerlich mit kleinräumigen Überflutungen und Vermurungen rechnen. Möglich sind sie überall und teils von der Früh weg, dazu ist es bei 21 bis 30 Grad drückend schwül. Länger sonnig und trocken bleibt es am ehesten von Oberösterreich bis ins Nordburgenland sowie in der südöstlichen Steiermark.

Unwettergefahr gebannt, am Mittwoch Süden betroffen

Regenmengen_AT_20160714UBIMET: Erster Vorgeschmack auf den Herbst, nasse erste Julihälfte

Wien, 14.07.2016 – Am Mittwoch sorgten speziell in Kärnten, der Steiermark und im südlichen Burgenland schwere Unwetter wieder für Schäden. In der Nacht auf Donnerstag wurde die schwüle, gewitteranfällige Luft mit dem Durchzug der Kaltfront sowie mit teils stürmischem Nordwestwind allerdings endgültig nach Osten abgedrängt. Am Freitag und am Wochenende setzt sich laut dem Wetterdienst UBIMET deutlich ruhigeres und vor allem in der Westhälfte trockenes und warmes Sommerwetter durch. Der Schnee oberhalb von 1.800 bis 2.000 m schmilzt somit wieder weg. Unbeständiger und kühler bleibt es nach Osten zu. Die Unwetter wirken sich auch auf die Niederschlagsbilanz für Juli aus: Gebietsweise wurde das Soll bereits erreicht oder sogar übertroffen.

Am Mittwoch, dem dritten Unwettertag in Folge, war vor allem der Süden betroffen: In Kärnten, aber auch in der Steiermark und im Südburgenland gingen wieder schwere Unwetter mit wolkenbruchartigem Regen, Sturmböen und Hagel nieder. „Am meisten Regen fiel insgesamt am Kärntner Weissensee mit 103 Liter pro Quadrameter“, sagt UBIMET- Meteorologe Josef Lukas. „Das entspricht knapp zwei Drittel der durchschnittlichen Monatssumme für Juli.“ Aber auch der Wind sorgte vielerorts für große Probleme, so wurden in Sankt Veit an der Glan Windspitzen von knapp 70 km/h gemessen, in Weitensfeld im Gurktal sogar 86 km/h. Dazu gab es zahlreiche Blitze: In Kärnten registrierte das Blitzmessnetz von UBIMET 15.627 und in der Steiermark 13.962 Entladungen.

Wetterberuhigung, erster Vorgeschmack auf den Herbst

Mit den Unwettern ist es nun bis auf Weiteres vorbei: Hinter der Kaltfront stellt sich windiges und kühles Nordwestwetter ein. Dementsprechend stauen sich bis zum Freitagabend entlang der Nordalpen noch dichte Wolken mit einigen Regenschauern, im Süden und Südosten setzt sich hingegen freundliches Wetter durch. „Die maximal 13 bis 24 Grad sowie der Schnee auf den Bergen Westösterreichs geben sogar schon einen kleinen Vorgeschmack auf den Herbst“, so Lukas.

Das Wochenende wird aus heutiger Sicht zweigeteilt: Im Westen setzt sich freundliches und mit bis zu 28 Grad am Sonntag angenehm warmes Sommerwetter durch. In der Osthälfte bleibt es aufgrund der Nähe zu einem Tief über dem Balkan unbeständig mit einigen Schauern, starkem Wind und nur wenig Sonne. Zudem kommen die Temperaturen nicht über 17 bis 25 Grad hinaus.

Statistik: Schon jetzt zu nasser Juli

Ein Blick auf die Niederschlagsbilanz für den diesjährigen Juli zeigt, dass die durchschnittlich zu erwartende monatliche Regenmenge von Salzburg ostwärts schon zur Monatsmitte stellenweise erreicht wurde. In der Obersteiermark, etwa im Enns- und Mürztal, im südlichen Niederösterreich sowie im Wiener Becken wurden die Durschnittswerte sogar bereits um bis zu 20 Prozent übertroffen. „In Wien fallen in einem durchschnittlichen Juli rund 70 Liter pro Quadratmeter, heuer waren es in Wien/Unterlaa bereits 90 Liter“, sagt Lukas. Das steht ganz im Gegensatz zum heißen Juli des Vorjahres, wo das Niederschlagsdefizit am Monatsende lokal bis zu 40 Prozent betrug.

35,7 Grad in Langenlebarn, Hohenau und Stockerau

UBIMET: Bislang heißester Tag des Jahres

Wien, 11.07.2016 – Der Montag brachte laut dem Wetterdienst UBIMET in Österreich an vielen Orten den bislang heißesten Tag des Jahres. „Hitzepol um 15 Uhr war Niederösterreich mit 35,7 Grad in Langenlebarn, Hohenau und Stockerau“, sagt UBIMET- Meteorologe Josef Lukas. Die 30-Grad-Marke wurde in allen Bundesländern überschritten und dazu war es zum Teil drückend schwül. Mit kräftigen, teils sogar unwetterartigen Gewittern kühlt es bis zum Mittwoch aber überall spürbar ab.

Die vorläufigen Höchstwerte von 15:30 Uhr in jedem Bundesland

35,7 Grad, Langenlebarn, Hohenau, Stockerau (NÖ)
34,8 Grad, Wien-Donaufeld (W)
34,7 Grad, Eisenstadt (B)
33,6 Grad, Haag (OÖ)
33,3 Grad, Leoben (ST)
33,3 Grad, Hopfgarten im Brixental (T)
33,2 Grad, Ferlach (K)
33,6 Grad, Haag (OÖ)
32,9 Grad, Salzburg (S)
31,5 Grad, Bludenz (V)

In den nächsten Stunden nimmt von Westen her die Unwettergefahr zu. Die Gewitter können heftig ausfallen mit starkem Regen, Sturmböen und Hagel und auch auf das östliche Flachland, etwa den Raum übergreifen.