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Der Supersommer hat auch Kehrseiten

Der Supersommer hat auch Kehrseiten

Wien, Innsbruck, 17.07.2015 – Temperaturen wie am Mittelmeer und laue Sommerabende, die allesamt an vergangene Sommerurlaube erinnern. Das ist momentan die Realität in Österreich, die afrikanische Hitze hat die Alpen im Griff. Doch der strahlend blaue Himmel und die mehr als hochsommerlichen Temperaturen bergen auch ein gewisses Gefahrenpotenzial, warnt der Wetterdienst UBIMET.

Bis zu 38 Grad am Wochenende – fallen Hitzerekorde?

Heute Freitag klettern die Temperaturen auf 30 bis 37 Grad mit den höchsten Werten in den Alpentälern zwischen dem Montafon und dem Drautal. „Am Samstag und am Sonntag steigen die Höchstwerte im Osten auf bis zu 38 Grad, wobei gerade am Samstag einzelne Gewitter örtlich die Höchstwerte dämpfen können“, sagt Clemens Teutsch-Zumtobel vom Wetterdienst UBIMET. „Zwischen dem Weinviertel, dem Wiener Becken und dem Südburgenland könnten dennoch stellenweise auch Julirekorde fallen.“ In Wien beispielsweise liegen die Rekorde bei 38,4 Grad in der Inneren Stadt bzw. 38,3 Grad auf der Hohen Warte und im Umland teilweise um 38 Grad. Zusätzlich zur Hitze steigt an beiden Tagen auch die Gewittergefahr an: „Beinahe im ganzen Land besteht Unwettergefahr durch kräftige Gewitter, der Schwerpunkt liegt an der Alpennordseite sowie im gesamten Bergland, aber auch im östlichen Flachland sind kräftige Gewitter möglich.“

Schädliches Ozon

Ozon kommt in unterschiedlichen Höhen der Atmosphäre vor. „Die Ozonschicht in der unteren Stratosphäre in 15 km Höhe hat schützt uns vor der energiereichen UV-Strahlung.“ Für den Menschen gefährlicher ist Ozon in Bodennähe. „Ozon wirkt wie ein starkes Oxidationsmittel. Dies bedeutet, dass es bei hohen Belastungen zu Reizungen der Schleimhäute und Atemwege kommen kann.“ Intensive Sonneneinstrahlung fördert die Entstehung von bodennahem Ozon. „In Ballungszentren wird das Ozon durch die Abgase von Verkehr und Industrie wiederum rascher abgebaut als in ländlichen Gegenden.“ Die aktuellen Ozon-Werte sind in Vorarlberg und im zentralen Bergland am höchsten, die Informations- oder Alarmschwellen wurden aber noch nicht erreicht. Gleichzeitig ist auch auf die hohe UV-Belastung und entsprechende Vorkehrungsmaßnahmen (Sonnenschutz) zu achten.

Der ewige Sommer?

Nach dem durchwegs heißen Wochenende mit bis zu 38 Grad im Osten bleibt es auch in der kommenden Woche sehr heiß. „Bereits am Montag schiebt sich das nächste Hoch vom Mittelmeer heran, dabei sind aber noch einige Schauer und Gewitter zu erwarten“, sagt der Meteorologe. In den darauffolgenden Tagen setzt sich die brütende Hitze fort, die Gewittergefahr sinkt besonders im Flachland. „Die Höchstwerte liegen meist zwischen 28 und 36 Grad, erst zum Ende der Woche könnte es kühler werden.“

Aktuelle Warnungen und Informationen zu Ihrer Region finden Sie auf www.UWZ.at und in unserem aktuellen LIVE-Ticker auf wetter.tv.