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Eisiger Wochenstart

Eisiger Wochenstart

Frühwerte teils unter -10 Grad 

Wien, 20.11.2015 – Der Winter fährt nun seine Krallen aus. Neben Schneeflocken bis in tiefe Lagen muss man speziell zu Wochenbeginn mit teils strengem Morgenfrost rechnen. Aber selbst tagsüber steigen die Temperaturen in den Niederungen nur mehr knapp über den Gefrierpunkt, meldet der Wetterdienst UBIMET. Diese frühwinterliche Wetterlage bleibt voraussichtlich bis mindestens Mitte kommender Woche bestehen. 

Klirrende Kälte zu Wochenbeginn 

Spätestens Montagfrüh wird der Eiskratzer nahezu in ganz Österreich gebraucht. „Die Tiefstwerte liegen oft deutlich unter dem Gefrierpunkt, in klaren schneebedeckten Alpentälern, wie etwa im Defereggental in Osttirol oder im Salzburger Lungau sind sogar unter -10 Grad zu erwarten“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. Aber auch im Flachland wird es kalt. „Selbst im Raum Wien kommt bei Werten um den Gefrierpunkt richtiges Winterfeeling beim Weg in die Arbeit auf. Zudem sollte man in der Früh ein paar Minuten mehr zum Eiskratzen einplanen“, rät der Meteorologe. Noch eine Spur kälter ist es dann am Dienstag. In manchen Alpentälern sind in der Früh gar bis zu -15 Grad möglich. Rekordverdächtig sind diese Temperaturen allerdings nicht: „Am 26. November 1942 wurden beispielsweise in Innsbruck -15.2 Grad gemessen und selbst in der Wiener Innenstadt war es mit -7,0 Grad im November 1985 bereits kälter“, so Lukas. 

Kälteempfinden und Windchillfaktor 

„Gerade jetzt stellen derart tiefe Temperaturen für den menschlichen Organismus eine besondere Herausforderung dar, da die Gewöhnungsphase aufgrund des bislang außergewöhnlich warmen Novemberwetters völlig fehlt“, erklärt der Meteorologe. Aus diesem Grund sollte man bei einem Aufenthalt im Freien besonders auf den Kälteschutz achten. Ganz speziell bei Wind: „Wind steigert das Kältempfinden noch zusätzlich. Verantwortlich dafür ist der sogenannte 'Windchillfaktor', der den Unterschied zwischen gemessener und gefühlter Temperatur beschreibt“, erklärt der Experte. Ein Beispiel: „Eine Lufttemperatur von +5 Grad fühlt sich bei einer Windgeschwindigkeit von knapp 30 km/h bereits an wie 0 Grad bei Windstille. Ist der Wind nur um 10 km/h stärker, liegt die gefühlte Temperatur bereits bei -3 Grad und somit um 8 Grad tiefer, als das Thermometer anzeigt“, fährt Lukas fort. Regen oder Schneefall verstärken diesen Effekt zusätzlich. 

Die Temperaturen gehen zurück 

Noch spürt man vom nahen Winter zwar wenig, aber: „In den Alpen beginnt die Schneefallgrenze am Freitagabend zu sinken, am Samstag schneit es dann vor allem im Westen allmählich bis in die Täler“, so Lukas. Winterlich geht es auch durch den Sonntag: „Entlang der Alpennordseite ziehen wieder einige Schneeschauer durch, von denen es einzelne auch ins östliche Flachland schaffen. Wetterbegünstigt bleibt nur der Süden“, so der Meteorologe. Mit -3 bis +7 Grad ist es aber überall frühwinterlich kalt. Kaum mehr als -4 bis +5 Grad haben bei einigen Sonnenstunden der Montag und der Dienstag zu bieten. Milder wird es aus heutiger Sicht erst mit einer Warmfront zur Wochenmitte.