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Gewitter beenden die Rekord-Hitze

Gewitter beenden die Rekord-Hitze

Wien, 15.08.2015 – Heiß und viel zu trocken präsentiert sich der Sommer 2015 in Österreich. Im Westen brachten Schauer und Gewitter bereits am gestrigen Freitag Abkühlung, im Osten wird es hingegen noch einmal hochsommerlich heiß – am Sonntag geht aber auch hier die Rekordhitze zu Ende.

Rekordsommer, der seinesgleichen sucht

Die bereits seit Tagen andauernde Hitzewelle hat gestern Freitag ihren Höhepunkt erreicht. Auf eine neue Jahresbestmarke fehlte nicht viel, bis auf 37,6 Grad steigt das Quecksilber an in Bad Deutsch-Altenburg. Damit wurde das bisherige Maximum von 38,3 Grad vom 19. Juli in Langenlebarn und Krems nur knapp verfehlt. Auch wenn der meteorologische Sommer erst in zwei Wochen zu Ende geht, bricht dieser längst alle Rekorde. „Mit dem gestrigen Freitag wurde an der Wetterstation auf der Hohen Warte in Wien zum neunten Mal in Folge und zum 15. Mal in diesem Sommer die 35-Grad-Marke übertroffen. Das gab es bis jetzt seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1872 noch nie, in Summe waren es in der 143-jährigen Geschichte erst 39 dieser sehr heißen Tage“, so UBIMET-Meteorologe Roland Reiter.

Bis zu 5 Grad zu warm

Auch sonst fällt die vorläufige Bilanz des meteorologischen Sommers zum heutigen Stichtag beinahe unglaublich aus: „Die Temperaturabweichung des Juni, Juli sowie des halben August beträgt im Vergleich zum Klimamittel des meteorologischen Sommers aktuell +3 bis fast +5 Grad, mit der höchsten Abweichung in Windischgarsten mit 4,9 Grad, für ein 2,5-Monatsmittel ist das mehr als brutal“, lautet das Urteil der UBIMET-Wetterexperten. Damit ist jetzt schon fix, dass der Sommer 2015 in vielen Teilen des Landes einer der heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen sein wird.

Später Regen für den von Dürre geplagten Nordosten

Während im Westen bereits am Freitag Schauer und Gewitter deutlich kühlere Luft gebracht haben, muss man sich im Rest des Landes noch etwas gedulden. „Die Kaltfront verwellt über den Alpen und kommt deshalb nur sehr langsam weiter ostwärts voran. Mit Annäherung der Front wird es jedoch auch im Osten zunehmend gewittrig. „Am Montag ist es dann auch vom Weinviertel bis ins Südburgenland mit Höchstwerten im Bereich der 25 Grad-Marke spürbar kühler, dazu kommt endlich der im östlichen Flachland so lang ersehnte, flächendeckende Regen“, so Reiter. Für Kulturen wie Mais, Zuckerrüben, Soja, Sonnenblumen, Kartoffeln sowie die Grünlandflächen fällt dieser jedoch vielerorts zu spät. Schon jetzt zeichnen sich Dürreschäden in dreistelliger Millionenhöhe ab.

Weitere Informationen zur Unwettergefahr finden Sie unter www.UWZ.at sowie in unserem LIVETICKER auf www.wetter.tv