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Goldener Oktober fällt ins Wasser

Goldener Oktober fällt ins Wasser

Italientiefs sorgen vor allem im Süden und Südosten für ergiebigen Regen

Wien, 12.10.2015 – Von einem Goldenen Oktober ist in den kommenden Tagen nicht viel zu sehen, ganz im Gegenteil: Der Alpenraum bleibt im Einflussbereich reger Tiefdrucktätigkeit über dem Mittelmeer, laut den UBIMET-Meteorologen drohen vor allem dem Süden und Südosten des Landes neuerlich ergiebige Regenmengen.

Grauer statt 'Goldener' Oktober

Wer auf Sonnenschein und Wärme gehofft hat, wartet vorerst vergeblich. Schenkt man den Meteorologen Glauben, wird Grau auch in der neuen Woche die bestimmende Farbe beim Wetter sein. „Für einen goldenen Herbst bräuchte es ein stabiles Hochdruckgebiet über Mitteleuropa. Dieses Hoch liegt allerdings derzeit viel zu weit nördlich und erstreckt sich von den Britischen Inseln über Skandinavien bis nach Russland“, erklärt UBIMET-Meteorologe Konstantin Brandes.

Mittelmeertiefs am laufenden Band

Die vorübergehende Wetterberuhigung am Montag ist nur von kurzer Dauer, schon am Dienstag greift neuerlich ein Italientief ins Wettergeschehen ein. Der Feuchtenachschub hält dann auch in der zweiten Wochenhälfte an. „Ursache für die Tiefdruckentwicklung ist ein Kaltluftvorstoß über Frankreich in das westliche Mittelmeer, dort kann die Luft über dem warmen Meerwasser viel Feuchtigkeit aufnehmen. Zieht das Tief dann über den Balkan und Ungarn nach Nordosten ab, muss man besonders im Süden und Südosten Österreichs mit großen Regenmengen rechnen“, so der Wetterexperte.

Bis zu 140 Liter im Südosten

Laut den Meteorologen der Österreichischen Unwetterzentrale (uwz.at) zeichnen sich damit vor allem von Osttirol über Kärnten bis in die Südsteiermark ergiebige Regenmengen ab. „Bis Samstag kommen in diesem Bereich verbreitet 80 bis 140 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen“, so Brandes weiter. Die Meteorologen empfehlen allerdings auch in den übrigen Landesteilen wetterfeste Kleidung und einen Regenschirm als Standardausrüstung. Mit zumindest 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter bis zum kommenden Wochenende wird die Niederschlagsbilanz nämlich im Großteil des Landes deutlich aufgebessert.