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'Hitzewelle' auf den Bergen

'Hitzewelle' auf den Bergen

Frostiger Wochenstart in den Niederungen 

Wien, 02.11.2015 – Das Hochdruckgebiet 'Tomoka' bringt im Bergland neben strahlendem Sonnenschein und ausgezeichneter Fernsicht weiterhin extrem hohe Temperaturen für die Jahreszeit. In den Niederungen bekommt man davon allerdings nur wenig mit, hier geben laut dem Wetterdienst UBIMET vor allem die Morgenstunden sogar einen ersten Vorgeschmack auf den Winter. 

Extreme Wärme auf den Bergen 

Das Sonnenhoch 'Tomoka' bleibt auch in den nächsten Tagen im Alpenraum wetterbestimmend und sorgt für ein interessantes Phänomen: Zwischen tieferen Lagen und den Bergen bildet sich eine sehr starke Inversion aus. „Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass es herunten verhältnismäßig kühl bleibt, während knapp oberhalb dieser Inversionsschicht in etwa 800 bis 1200 m Seehöhe nahezu rekordverdächtige 20 bis 22 Grad gemessen werden“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. Diese Temperaturen kratzen im Bergland sogar an den bisherigen Rekordwerten für November. „Am Feuerkogel war es zum Beispiel in den letzten 30 Jahren nie wärmer als 17,9 Grad. Dieser Wert ist am Dienstag auf jeden Fall in Gefahr, da sind sogar über 18 Grad im Bereich des Möglichen“, so Lukas. Bei diesen Temperaturen bleiben selbst die höchsten österreichischen Alpengipfel frostfrei, die 0-Grad-Grenze bewegt sich in etwa 4000 m Höhe. 

Ausgezeichnete Fernsicht, perfektes Wanderwetter 

Die Luft über dem Alpenraum ist derzeit aber nicht nur außergewöhnlich warm, sondern auch sehr trocken. „Somit herrscht perfekte Fernsicht mit Sichtweiten von bis zu 200 Kilometern. Besseres Wanderwetter gibt es kaum“, sagt Lukas. Zudem lohnt sich der Blick auf die relative Luftfeuchtigkeit. „Auf vielen Bergen liegt diese im Moment oft nur bei 10 bis 15 Prozent, das ist durchaus bemerkenswert niedrig für diese Jahreszeit“, so Lukas weiter. In den klaren Nächten sorgt diese trockene Luft zwar für wenig Nebel, dafür aber häufig für Frost. 

Frostiger Wochenstart 

Der Montag begann in vielen Regionen Österreichs frostig. So wurden beispielsweise in St. Michael/Lungau nur minus 8,1 Grad gemessen. Nicht viel wärmer war es auch in Puchberg/Schneeberg bei einem Tiefstwert von minus 6,5 Grad. „Generell sank das Quecksilber in den Niederungen mit Ausnahme des nebeligen Rheintals sowie des Wiener Beckens oft in den frostigen Bereich“, so Lukas. Ganz anders die Situation in höheren Lagen: „Am Kolomansberg fiel die Temperatur nicht unter 12,7 Grad und selbst am Hahnenkamm in fast 1800 m Höhe wurde es nicht kälter als 9,4 Grad“, führt Lukas fort. Auch die kommende Nacht bringt wieder verbreitet Frost, allerdings bildet sich wieder etwas häufiger Nebel als zuletzt.