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Neuschnee und Kälte

Neuschnee und Kälte

Flachland jedoch weiterhin grün 

Wien, 23.11.2015 – In den Alpen ist der Winter eingekehrt. Am Wochenende brachte Tief 'Jürgen' vor allem den Nordalpen Neuschnee sowie die langersehnte Abkühlung nach dem bislang viel zu warmen November. Die Temperaturen bleiben jedenfalls bis auf Weiteres winterlich, die kommenden Nächte verlaufen in so manchem Alpental sogar klirrend kalt. Doch wie geht es längerfristig mit dem Winter weiter? Die Meteorologen des Wetterdienstes UBIMET wagen einen vorsichtigen Ausblick. 

Endlich Neuschnee 

Vor allem die Nordalpen, von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich, zeigen sich verschneit und auch ganz im Süden hat es für eine Schneedecke gereicht. „Zwar muss für die diversen Skiopenings am Wochenende durchaus noch mit Schneekanonen nachgeholfen werden. Eine gute Unterlage bildet der Neuschnee aber auf jeden Fall“, weiß UBIMET- Meteorologe Josef Lukas. Aber auch viele Täler präsentieren sich weiß. „Am meisten Schnee liegt aktuell in Schröcken (V) und Warth (V) mit 38 Zentimeter, aber auch in Dalaas (V), Brand (V) sowie in Bad Bleiberg (K) liegen immerhin 10 Zentimeter der weißen Pracht“, sagt Lukas. „Angezuckert zeigen sich die Wiesen auch im Raum Bregenz und im Inn-, und Salzachtal. Selbst in Salzburg waren die Dächer zu Wochenbeginn ein bisschen weiß“, sagt der Meteorologe weiter. Der Osten, Südosten sowie der Alpenostrand sind hingegen bislang leer ausgegangen. 

Eisige Nächte 

Mit den Schneeschauern ist es vorerst aber vorbei, stattdessen sorgt steigender Luftdruck für trockenes und recht sonniges Wetter. Die Nächte sind oft sternenklar und somit sind die Bedingungen ideal für strengen Frost. „Vor allem in den schneebedeckten Alpentälern verlaufen die kommenden Nächte grimmig kalt. Selbst Tiefstwerte unter -15 Grad sind möglich, etwa in Seefeld (T), St. Jakob/ Defereggen (T) oder auch im Lungau (S)“, sagt Lukas. Aber auch im Osten und Südosten heißt es in der Früh warm anziehen. „In der Wiener Innenstadt muss man zwar nur mit etwa -1 Grad vorliebnehmen, in den Außenbezirken von Wien sind aber durchaus Werte um -5 Grad denkbar“, sagt Lukas. Die Verhältnisse für die Kunstschneeproduktion in den Skigebieten könnten jedenfalls kaum besser sein und der gefallene Schnee fällt vorerst nicht dem Tauwetter zum Opfer. 

Wie geht es mit dem Winter weiter? 

Vorerst hat der Meteorologe für alle Winterfans durchaus gute Nachrichten. „Bis zum Wochenende bleibt uns der Winter zumindest auf den Bergen erhalten. Entlang der Nordalpen kommt sogar etwas Neuschnee dazu. Grün bleibt es hingegen weiterhin in tiefen Lagen sowie im Süden.“ Mittelfristig hat sich allerdings wenig geändert. „Auch die neuesten Berechnungen deuten auf einen zu milden und relativ nassen Winter hin. Insesondere der Jänner und Februar könnten sogar außergewöhnlich mild verlaufen“, sagt Lukas. „Das kann für die Berge und zumindest auch für die höher gelegenen Skigebiete aber durchaus einen schneereichen Winter bedeuten“, zeigt sich der Meteorologe dennoch vorsichtig optimistisch. Trotzdem muss man darauf hinweisen, dass eine Saisonprognose nur Wahrscheinlichkeiten und nicht den tatsächlichen Wetterverlauf wiedergibt.