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Sturmentwarnung für Österreich

Sturmentwarnung für Österreich

Auf zwei stürmische Tage folgt Wetterberuhigung 

Wien, 01.12.2015 – Zwei äußerst stürmische Tage liegen hinter uns, das Windfeld der beiden Sturmtiefs 'Nils' und 'Oscar' hat die Einsatzkräfte vor allem im Osten des Landes auf Trab gehalten. Seit dem Dienstagnachmittag ist das gröbste allerdings vorbei, der Wetterdienst UBIMET gibt Entwarnung! Auf den Sturm folgen ruhige Tage mit Sonnenschein, Wintergefühle kommen aber keine auf. 

Wetterberuhigung 

Von Sonntagnacht bis Dienstagmittag ging es in Österreich teils ruppig zu. „Orkanböen haben speziell dem Osten des Landes zugesetzt, die Feuerwehren waren teils im Dauereinsatz. So musste die Feuerwehr alleine in Wien zu mehr als 600 Sturm-Einsätzen ausrücken“, weiß UBIMET-Meteorologe Martin Schreiter zu berichten. Mit dem großen Sturm ist es nun aber vorbei: Am Alpenostrand sind bis in die Nacht hinein zwar noch stürmische Böen zu erwarten, mit maximal 70 bis 90 km/h halten sich die Windspitzen allerdings in Grenzen. Eine Auflistung der Spitzenböen seit Sonntagnacht verdeutlicht die Stärke dieser beiden Sturmereignisse. „Vor allem die 130 km/h in Wiener Neustadt sind außergewöhnlich und treten im Schnitt wohl nur alle 5 bis 10 Jahre auf“, so der Experte. 

Höchste Windspitzen der vergangenen Tage (Stand 1. Dezember 16:00 Uhr, Auswahl):  Grafik herunterladen

Maximale Höhe, Ort (Bundesland), Wingeschwindigkeit      

1618 m Feuerkogel (OÖ) 173 km/h    

3105 m Sonnblick (S) 133 km/h    

285 m Wiener Neustadt (NÖ) 130 km/h    

201 m Wien-Unterlaa (W) 126 km/h    

233 m Bad Vöslau (NÖ) 122 km/h    

1445 m Schöckl (ST) 119 km/h    

3440 m Brunnenkogel (T)  108 km/h  

1101 m Tannheim (T) 104 km/h    

320 m Retz/Windmühle (NÖ) 101 km/h    

660 m Wolfsegg (OÖ) 101 km/h    

317 m Enns (OÖ) 94 km/h    

675 m Hollenthon (NÖ) 94 km/h    

184 m Eisenstadt (B) 86 km/h    

1198 m Virgen (T) 83 km/h    

1050 m St.Michael/Lungau (S) 79 km/h  

721 m Alberschwende (V) 76 km/h                                              

Ruhige Zeiten, Winter Fehlanzeige 

Auf den Sturm folgt nun ruhiges Hochdruckwetter. Die nächsten Tage bringen einiges an Sonnenschein, allerdings steigt ab Donnerstag die Nebel- und Hochnebelneigung in den Niederungen vorübergehend an. „Auf den Bergen geht das Tauwetter weiter, bis weit in die nächste Woche hinein gibt es bis weit hinauf deutliche Plusgrade. Selbst am Sonnblick in 3000 Meter liegen die Temperaturen tagsüber nur knapp unter dem Gefrierpunkt.“, hat Schreiter keine guten Nachrichten für alle Winterfans. „Durch die Erwärmung wird es auch für tiefer gelegene Skigebiete eng, die großen Skigebiete dürften hingegen noch länger von der künstlichen Beschneiung der letzten Woche zerren“, sagt Schreiter. Im Flachland bewegen sich die Temperaturen je nach Nebel und Sonne zwischen 2 und 15 Grad und damit oftmals deutlich über dem Mittel für Anfang Dezember.