ubimet hq1 02
Unternehmen  Presse

PresseArchiv Wetter

Tauwetter trifft Touristiker

Tauwetter trifft Touristiker

Skigebiete zittern um den Saisonstart 

Wien, 03.12.2015 – Österreichs wichtigste Tourismussparte kämpft um ihre Pisten, denn laut dem Wetterdienst UBIMET steht eine außergewöhnlich milde und trockene Witterungsperiode bevor. Bei Tauwetter bis ins Hochgebirge gibt es derzeit im gesamten Alpenraum keine Chancen auf Naturschnee. Aber auch die Kunstschneeproduktion ist kaum möglich. Das verlängerte Wochenende bringt damit im ganzen Land deutlich überdurchschnittliche Temperaturen. 

Pisten schwimmen davon 

Die Berghänge in den Alpen präsentieren sich derzeit sehr unwinterlich, abseits vom Hochgebirge sorgen nur Scheekanonen für ein wenig Winterstimmung. Doch auch die mühsam angelegten Schneedepots der Vorwoche laufen Gefahr, in den kommenden Tagen rasch zu verschwinden. „Aus Südwesten setzt sich bereits im Laufe des Freitags ein kräftiges Hochdruckgebiet durch, damit werden für diese Jahreszeit ausgesprochen warme Luftmassen in den Alpenraum herangeführt. Die 0-Grad-Grenze steigt bis zum Start der kommenden Woche auf über 2500 m“, weiß UBIMET-Meteorologe Stefan Hofer. Damit ist besonders in tiefer gelegenen Skigebieten der tradiotionelle Saisonstart rund um Mariä Empfängnis nicht möglich, vielerorts werden die Pisten nur bis zu den Mittelstationen geöffnet sein. 

Kein Schnee südlich der Alpen 

Im Vergleich zur Alpennordseite präsentieren sich die Skiresorts südlich des Alpenhauptkamms deutlich benachteiligt. „Hier fiel aufgrund von föhnigem Nordwind letzte Woche kein Schnee und bis weit über das Wochenende hinaus sind hier weder frostige Temperaturen noch Neuschnee in Sicht“, weiß Hofer. Bis auf die Gletscherskigebiete und einzelne höher gelegene Skigebiete wird sich der Saisonstart hier also deutlich verzögern. Die Alpennordseite kommt in diesem Jahr aber noch mit einem blauen Auge davon. Denn letzte Woche sorgte ein kurzzeitiger Kaltlufteinbruch verbreitet für eine Naturschneeunterlage. Auch die Temperaturen ließen hier vorübergehend Kunstschneeproduktion zu. 

Noch keine Weihnachtstendenz erkennbar 

Auch wenn die deutlich zu milde Witterung der kommenden Tage kaum vorweihnachtliche Gefühle aufkommen lässt, kann man aus heutiger Sicht noch keine gesicherte Aussage über die Schneebedeckung zu Weihnachten ableiten. Die langjährigen Aufzeichnungen der Wetterstationen lassen aber eine statistische Wahrscheinlichkeit errechnen. Die Landeshauptstadt mit der größten Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten ist Innsbruck, hier liegt im Mittel an jedem zweiten Heiligen Abend Schnee. In Eisenstadt genießt man hingegen nur alle zehn Jahre ein Weihnachtsfest bei Schneebedeckung. Für besonders Schneehungrige hat der Meteorolge aber einen Tipp parat: „Will man seine Chance auf weiße Weihnachten erhöhen, sollte man sich in besonders hoch gelegenen Orten aufhalten. So liegt die Wahrscheinlichkeit für Schnee zu Weihnachten in Obergurgl beispielsweise bei fast 100 %.