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Vom Spätsommer in den Winter

Vom Spätsommer in den Winter

Auf den Bergen bis zu 70 cm Neuschnee 

Wien, Innsbruck 24.09.2015 – „Der erste Schnee ist da!“ Diese Aussage spiegelt die derzeitige Wettersituation in den Alpen perfekt wieder. Schuld daran war die Kombination aus Kaltfront und Italientief, die besonders in den Zentralalpen für die erste dicke Neuschneeauflage in diesem noch jungen Herbst gesorgt hat. In den nächsten Tagen ist der winterliche Gruß aber schnell wieder vorbei, im Westen des Landes setzt sich nach und nach Hochdruckeinfluss durch. In der Osthälfte bleibt es vorerst allerdings noch unbeständig, kühl und windig. 

Gruß vom Winter 

Der Herbstbeginn vereinte heuer 3 Jahreszeiten: Im Südosten Österreichs wurde es mit 23 Grad noch einmal spätsommerlich warm, während sich die Temperaturen im Westen mit 2 bis 8 Grad nur herbstlich frisch präsentierten. „Der Winter ist zudem vorübergehend auf den Bergen eingekehrt“, weiß Clemens Teutsch-Zumtobel vom Wetterdienst UBIMET. „In den Hohen Tauern sind bis zu 70 cm Neuschnee gefallen, teilweise hat es die Schneefallgrenze auf knapp 1000 m gedrückt.“ Der frisch gefallene Schnee wird sich in den höchsten Lagen auch noch ein paar Tage halten. „Von Westen her wirkt zwar zunehmend ein Hochdruckgebiet, aber die Nullgradgrenze liegt meist um 3000 m oder darunter“, lautet die gute Nachricht für die Gletscherskigebiete. 

Zweigeteiltes Wochenende 

Am Freitag und Samstag wird es in der Osthälfte trüb, nass und windig. „Vom Weinviertel bis nach Unterkärnten regnet es bei kompakten Wolken immer wieder, am Alpenostrand und im Flachland weht dazu noch lebhafter bis starker Nord- bis Nordwestwind“, sagt der Meteorologe. Deutlich freundlicher wird es nach Auflösung von Hochnebelfeldern hingegen von Vorarlberg bis Oberkärnten, besonders südlich des Alpenhauptkamms sorgt der föhnige Nordwind für strahlenden Sonnenschein. „Wer jetzt schon Lust auf den Winter hat, wird auf den Bergen gleich doppelt belohnt, denn hier gibt es neben frischem Neuschnee auch die meiste Sonne“, weiß Teutsch-Zumtobel. „Berg- und Mountainbiketouren sollten aufgrund der teils winterlichen Verhältnisse im Hochgebirge aber mit Bedacht gewählt werden.“ Am Sonntag zieht das wetterbestimmende Tief im Osten ab und Hoch NETTI verstärkt seinen Einfluss. „Die Sonne setzt sich generell häufiger durch, sie muss sich aber durch teilweise zähen Hochnebel und Nebel kämpfen.“ Die Temperaturen bleiben am gesamten Wochenende meist im Bereich zwischen 11 und 21 Grad, in 2000 m Höhe liegen sie zwischen 3 und 7 Grad.