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Waldbrandgefahr durch Silvesterfeuerwerke

Waldbrandgefahr durch Silvesterfeuerwerke

UBIMET: Anhaltende Trockenheit besonders im Süden

Wien, 28.12.2015 – Das Silvesterfeuerwerk sorgt besonders entlang und südlich des Alpenhauptkamms für eine erhöhte Waldbrandgefahr. Hier hat es in vielen Regionen seit Mitte Oktober kaum geregnet. Zudem war der heurige Dezember laut UBIMET einer der sonnigsten seit Aufzeichnungsbeginn: Bereits vier Tage vor dem Monatsende wurden an 42 Stationen neue Sonnenscheinrekorde für den Dezember aufgestellt.

Nach einem deutlich zu trockenen Herbst gab es bereits im November und Anfang Dezember an der Alpensüdseite einige Waldbrände. An der Trockenheit hat sich seither nichts verändert: Von Osttirol und Oberkärnten über die südliche Steiermark bis zum Südburgenland fiel im Dezember an einigen Stationen gar kein Regen. „In Klagenfurt beispielsweise fielen im gesamten Monat nur 0,5 mm Niederschlag, normal wären 51 mm,“ sagt Stefan Hofer vom Wetterdienst UBIMET. „Brisant wird die trockene Witterung durch die bevorstehenden Silvesterfeuerwerke. In manchen Wäldern reicht bereits eine Funke um Laub und Nadeln zu entzünden.“

Sonnenschein verschärft Trockenheit

Nicht nur der ausbleibende Niederschlag trägt seinen Anteil zu dieser gefährlichen Situation bei, sondern auch die außergewöhnlich hohe Sonnenscheindauer. Schon ein paar Tage vor dem Monatsende sind an 42 Stationen neue Sonnenscheinrekorde aufgestellt worden. In Friesach wurden bis 27. Dezember 140 Sonnenstunden gezählt, dies sind um fast 30 Stunden mehr als das alte Maximum für den gesamten Dezember.

Die gefährderten Bereiche sind im Alpenraum aber ungleichmäßig verteilt. „Aufgrund des flachen Sonnenstands sind vor allem die Südhänge von extremer Trockenheit betroffen“, erklärt der Meteorologe. „Nordhänge bekommen hingegen zu dieser Jahreszeit kaum wärmende Sonnenstrahlen ab und sind daher etwas feuchter.“

Silvester: Im Westen nass, im Süden trocken

Die Wetteraussichten für die Silvesternacht lassen in den trockenen Gebieten vorerst nur wenig Änderung erkennen. „Während im Westen in der Silvesternacht Regen und Schneefall einsetzen, bleibt es im Osten und Süden vorerst trocken“, erläutert der Wetterexperte. “Erst im neuen Jahr bestehen dann auch südlich des Alpenhauptkamms Chancen auf flächendeckenden Niederschlag.“