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Wintereinbruch im Osten

Wintereinbruch im Osten

UBIMET: Kontinentale Kaltluft flutet Ostösterreich, Temperatursturz von bis zu 20 Grad, kaum Neuschnee in Sicht

Wien, 27.12.2015 – Ein Hoch über dem Baltikum bringt ab Dienstag den Winter nach Österreich, die ungewöhnlich milde Wetterphase geht zu Ende. Auf den Bergen von Salzburg ostwärts gehen die Temperaturen bis zum Jahresende um fast 20 Grad zurück. Selbst im östlichen Flachland liegen die Werte am Silvestertag laut dem Wetterdienst UBIMET nur mehr um den Gefrierpunkt. Der eisige Wind verschärft die Kälte die Kälte zusätzlich. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings dennoch: Die Luft aus Russland ist sehr trocken, der langersehnte Naturschnee für die Skigebiete bleibt bis auf Weiteres aus. Zudem ist es im Westen deutlich milder.

Am Ende des Jahres zeigt der Winter doch noch was er kann. In der Osthälfte Österreichs sorgt russische Kaltluft bis zum Jahresende für einen massiven Temperaturrückgang von bis zu 20 Grad. „Über Osteuropa baut sich zu Wochenbeginn ein mächtiges Hochdruckgebiet auf, das sukzessive kontinentale Kaltluft nach Mitteleuropa lenkt“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. „Selbst im östlichen Flachland liegen die Tageshöchstwerte bei eisigem Nordostwind am Silvestertag nur mehr um den Gefrierpunkt.“

Auf den Bergen östlich von Salzburg stellt sich nach der extrem milden Wetterphase der letzten Wochen strenger Dauerfrost ein. „Von den Niederen Tauern ostwärts kommen die Temperaturen in 1.500 m zu Silvester nicht mehr über -10 Grad hinaus“, fügt der Meteorologe hinzu. „Mit dem eisigen Ostwind fühlen sich diese Temperaturen sogar noch kälter an.“ In den Tälern muss man mit Eistagen rechnen: Nach strengem Frost in den Morgenstunden bleiben die Temperaturen auch tagsüber unter dem Gefrierpunkt.

Weiter Warten auf Schnee, milder Westen

Frau Holle setzt trotz der eisigen Luft ihre Pause fort, große Neuschneemengen sind vorerst nicht in Sicht. „Die Luft ist sehr trocken, mehr als ein paar Schneeflocken gehen sich aus diesem Grund nicht aus“, erklärt Lukas. „Erst am Neujahrstag mischen aus heutiger Sicht zunehmend feuchte Luftmassen vom Atlantik mit. Damit steigen die Chancen auf Neuschnee deutlich an.“

Der Westen bleibt vorerst noch im Einflussbereich milder Atlantikluft. „Von Vorarlberg bis Osttirol und Kärnten sowie in weiten Teilen Salzburgs gehen die Temperaturen ebenfalls zurück, aber erst zu Jahresbeginn stellt sich hier auf den Bergen Dauerfrost ein“, sagt der Experte. „In den Tälern, wie etwa im Rhein- und Inntal liegen die Höchstwerte in den letzten Tagen des Jahres sogar weiterhin bei rund +5 Grad.“

Klirrend kalte Silvesternacht

Die Silvesternacht bringt von Salzburg ostwärts teils strengen Frost. „Vom Weinviertel bis in die südöstliche Steiermark liegen die Werte um Mitternacht bei etwa -5 Grad. In Lagen oberhalb von 1.000 m sinken die Werte sogar gegen -12 Grad“, sagt der Meteorologe. Die Sicht auf das Silvesterfeuerwerk ist im Großteil des Landes ungetrübt, nur von Vorarlberg bis nach Salzburg machen sich mitunter dichte Wolken bemerkbar. Trocken bleibt es vorerst aber auch hier.