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Winterliche Silvesternacht

Winterliche Silvesternacht

UBIMET: Zu Silvester im Osten kalt und trocken, an der Alpennordseite feucht

Wien, 29.12.2015 – Zum Jahreswechsel liegt der Osten Österreichs in sibirischer Kaltluft, die Temperaturen sinken stellenweise gegen -10 Grad. Die Westhälfte gelangt hingegen in den Einflussbereich von milder und feuchter Atlantikluft. Am Neujahrstag fällt laut Wetterdienst UBIMET entlang der Alpennordseite und im Osten etwas Schnee, im Westen handelt es sich unterhalb von 1.000 bis 800 m hingegen um Regen.

Die Silvesterfeuerwerke werden heuer verbreitet bei Temperaturen im frostigen Bereich über die Bühne gehen: In der Wiener Innenstadt liegen die Temperaturen beispielsweise um Mitternacht bei -5 Grad, östlich einer Linie Salzburg – Lienz bleiben sie generell deutlich unter dem Gefrierpunkt. Der Grund dafür ist, dass von Russland her kontinentale Kaltluft in Richtung Mitteleuropa strömt.


In Vorarlberg setzt bereits am Abend Regen ein, Schnee fällt anfangs erst oberhalb von 1.500 m. „In der Nacht breitet sich der Niederschlag dann entlang der Alpennordseite bis nach Oberösterreich aus, wobei die Schneefallgrenze gegen 800 m sinkt. Örtlich besteht dabei auch die Gefahr von gefrierendem Regen“, sagt Stefan Hofer vom Wetterdienst UBIMET. „Den mildesten Jahreswechsel in einer Landeshauptstadt verbringt man wahrscheinlich in Bregenz. Bei +4 Grad fällt hier immer wieder etwas Regen.“

Am Neujahrstag kommt die Front bis in den Osten voran. Aus heutiger Sicht kann es dann im östlichen Flachland etwas Neuschnee geben.

Gute Sicht auf das Feuerwerk

Die gute Nachricht für alle Freunde der Pyrotechnik: Die Sicht auf die nächtliche Lichtshow sollte vielerorts ungetrübt sein. Dies gilt besonders für die Osthälfte des Landes, wo sich trockene, kontinentale Luftmassen durchsetzen. „In der Westhälfte ziehen zwar dichte Wolken mit Regen und Schneefall auf, die Wolkenuntergrenze befindet sich aber mehrere hundert Meter über dem Boden“, erklärt der Meteorologe. „In den Tälern hat man damit zwar gute Sicht, die Berge Westösterreichs stecken hingegen um Mitternacht oft im Nebel.“

Raketen erhöhen Waldbrandgefahr

Von Osttirol und Oberkärnten über die südliche Steiermark bis zum Südburgenland sollte man aufgrund der anhaltenden Trockenheit aber aufpassen: „Viele Wälder sind hier völlig ausgetrocknet, vereinzelt kann schon ein Funke genügen, um ein Feuer zu entfachen“, sagt Hofer. „Besonders gefährdet sind sonnige Südhanglagen. Nordhänge sind hingegen meist etwas feuchter, weil sie zu dieser Jahreszeit keine wärmenden Sonnenstrahlen abbekommen.“