042616 Nasskalte Wochenmitte
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Tief 'Uta' und Adriatief: Spätwinterliche Wochenmitte

Tief 'Uta' und Adriatief: Spätwinterliche Wochenmitte

UBIMET: Im Süden und Westen Schneefall bis in die Täler

Wien, 26.04.2016 – Das Tief 'Uta' mit Zentrum über dem Norden Deutschlands bringt in den Alpen neuerlich den Winter zurück. Zusätzlich gerät der Süden des Landes in den Einflussbereich eines Italientiefs. Die Folge ist ein nasser und teils sogar winterlicher Mittwoch. Die Schneefallgrenze sinkt laut dem Wetterdienst UBIMET vielerorts bis in die Täler, in Kärnten bei starkem Niederschlag zum Teil sogar bis in tiefe Lagen.

Am späten Dienstagabend erreicht die Kaltfront des Tiefs 'Uta' Westösterreich und damit sinkt von Vorarlberg bis Salzburg die Schneefallgrenze allmählich auf 900 bis 500 m ab. Somit muss man spätestens Mittwochfrüh auch im Rhein- und Inntal sowie in weiten Teilen Salzburgs mit Schneefall und zumindest einer dünnen Schneedecke rechnen. „Vor allem in Lagen oberhalb von 700 bis 1.000 m sollte man sich einmal mehr auf tiefwinterliche Verhältnisse im Frühverkehr einstellen“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. In den übrigen Landesteilen regnet und schneit es zwar ebenfalls verbreitet, speziell im Süden liegt die Schneefallgrenze aber zunächst oft noch oberhalb von 1.000 m.

Adriatief bringt Wintereinbruch im Süden, Schneebruchgefahr

Im Zuge eines Adriatiefs muss man allerdings auch vom Tiroler Alpenhauptkamm über den Salzburger Tauernbereich sowie in Osttirol, Kärnten und im Oberen Murtal im Laufe des Mittwochvormittags zunehmend mit starkem Schneefall bis in die Niederungen rechnen. „Vorübergehend kann es sogar im Klagenfurter Becken und in Villach weiß werden“, sagt Lukas. „Und auch in der Weststeiermark sowie im Grazer Bergland können sich vorübergehend Schneeflocken zum Regen mischen, liegen bleibt der Schnee hier aber nicht.“

Im Süden Kärntens zeichnen sich in höheren Lagen gebietsweise bis zu 30 Zentimeter Neuschnee ab. Damit besteht aufgrund der oft bereits belaubten Bäume erhöhte Schneebruchgefahr. „Zudem sollte man sich im Straßenverkehr auf schwierige, tiefwinterliche Bedingungen einstellen und nur mit Winterausrüstung unterwegs sein“, so Lukas.

Im Norden und Osten regnet es zumindest zeitweise und die Schneefallgrenze sinkt auf rund 600 m Seehöhe ab, allerdings halten sich die Niederschlagsmengen in Summe in Grenzen. Die Temperaturen kommen aber dennoch nicht über 3 bis 8 Grad hinaus.

Wetterberuhigung in der Nacht auf Donnerstag

Am Mittwochabend beruhigt sich das Wetter wieder überall und Regen und Schneefall klingen ab. Die Nacht auf Donnerstag verläuft trocken und zunehmend sternenklar. Damit wird es allerdings sehr kalt, speziell in den schneebedeckten Regionen muss man mit teils strengem Frost rechnen. 

Deutlich mehr Sonne und bis zu 15 Grad hat dann der Donnerstag zu bieten. „Die spätwinterliche Wetterphase geht somit zumindest vorerst zu Ende“, so der UBIMET-Meteorologe.