081616 Dichter Nebel
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Teils dichte Nebelfelder - Gefahr im Frühverkehr

Teils dichte Nebelfelder - Gefahr im Frühverkehr

UBIMET: Durch nasse Böden früher Beginn der Nebelsaison 

Wien, 16.08.2016 – Durch das windschwache Wetter und die bodennah recht feuchte Luft ist die Nebelneigung auch in den kommenden Tagen erhöht. Betroffen sind vor allem die Alpentäler und die südlichen Becken, denn hier hat es in der letzten Zeit häufig und teils stark geregnet. Zudem kann sich entlang des Alpennordrands und im Steirischen Hügelland örtlich Frühnebel halten, vereinzelt ist dieser auch im Flachland möglich. "Autofahrer sollten im Frühverkehr jetzt wieder vermehrt mit schlechter Sicht durch Nebel rechnen und in nebelanfälligen Regionen etwas mehr Zeit für den Weg zur Arbeit einplanen", so Meteorologe Andreas Brömser vom Wetterdienst UBIMET. 

Viel Nebel für August 

Durch die länger werdenden Nächte und den sinkenden Sonnenstand ist es normal, dass die Neigung zu Frühnebel besonders in den Alpentälern im August langsam zunimmt. Allerdings kommt es heuer schon recht verbreitet morgens zu Nebel. Dies wird durch den regenreichen Sommer und die damit meist nassen Böden verursacht, durch das Fehlen von Wind verbleibt die Feuchtigkeit in der Luft des Tals. "Tagsüber verdunstet ein Teil der Bodenfeuchte, in der Folgenacht kondensiert diese Feuchte bei Abkühlung zu Nebel", erklärt Meteorologe Brömser. Im Flachland wird die Feuchte durch etwas Wind eher abtransportiert, damit ist die Nebelneigung hier geringer. 

Kein stabiles Bergwetter 

Für das klassisch schöne Herbstwanderwetter mit Nebel oder Hochnebel im Tal und Sonnenschein sowie bester Fernsicht auf den Bergen ist es jedoch noch zu früh. Die Luft ist derzeit meist labil geschichtet und die Sonne hat immer noch viel Kraft. Damit steigt die Luft untertags über den Bergen weit auf und es bilden sich Schauer und Gewitter. "Aufgrund der Gewitterneigung gilt es, beim Bergwandern den Himmel gut im Auge zu behalten, um exponierte, von Blitzschlag besonders gefährdete Bereiche, rechtzeitig verlassen zu können", warnt Meteorologe Brömser.