110716 Unwetter in Italien
Unternehmen  Presse

Pressearchiv Wetter

Unwetter in Italien

Unwetter in Italien

UBIMET: Tornados, enorme Regenmengen, Schnee in den Alpen

Wien, 07.11.2016 – Am Sonntag gingen in Italien zahlreiche schwere Gewitter nieder, die zum Teil mit Sturm, Starkregen und Hagel einhergingen. Die italienische Hauptstadt Rom wurde dabei nur knapp von einem starken Tornado verfehlt. Die heftigen Regenfälle sorgten allerdings für massive Überflutungen im gesamten Stadtgebiet. In den Alpen schneite es zudem stark. Die Ursache für die schweren Unwetter war laut dem Wetterdienst UBIMET polare Kaltluft, die bis weit in den Süden Europas vorgestoßen ist. In Kombination mit dem noch warmen Mittelmeer waren heftige Regenschauer und Gewitter sowie einzelne Tornados die Folge. 

Die polare Kaltluft, die in den Alpen den ersten Wintereinbruch des Jahres brachte, sorgte auch im Mittelmeerraum für Turbulenzen: In Italien entwickelten sich am Sonntagnachmittag zahlreiche Regenschauer und Gewitter, die unwetterartige Ausmaße annahmen. Die Städte Ladispoli und Cesano in der Nähe von Rom wurden von einem außergewöhnlich heftigen Tornado getroffen. Dabei wurden zwei Menschen getötet und Dutzende verletzt, außerdem entstanden teils massive Schäden. In Norditalien sorgten zudem starke Regenfälle für Muren und Überschwemmungen und in den italienischen Alpen fielen bis zu 50 Zentimeter Neuschnee.

Unwetterregion Mittelmeer 

Schwere Unwetter sind im Herbst in der Mittelmeerregion nicht ungewöhnlich. Der Grund ist das noch warme Wasser des Mittelmeeres, über dem sich in Kombination mit polarer Kaltluft heftige Regenschauer und Gewitter entwickeln können, die weiter ins Landesinnere ziehen. „Diese treffen dann mit voller Wucht auf die Küste und gehen oft mit Wolkenbruch, Hagel und Sturmböen einher“, so Manfred Spatzierer von UBIMET. „Auch die kroatische Küste ist immer wieder betroffen.“ Die Regenmengen sind dabei oft enorm: Zum Teil fallen binnen kürzester Zeit bis zu 100 Liter pro Quadratmeter und die Sturmböen können bis zu 100 km/h erreichen. Selbst Tornados sind möglich, so starke wie zuletzt kommen dennoch nur äußerst selten vor. Die Folge sind allerdings oft massive Überschwemmungen sowie Hagel- und Sturmschäden.