• Schwere Unwetter zum Sommerende knapp 50000 Blitze

Schwere Unwetter zum Sommerende

Knapp 50.000 Blitze, großer Hagel, enorme Regenmengen

Wien, 01.09.2017 – Der letzte Tag im meteorologischen Sommer ging mit heftigen Regenschauern und Gewitter zu Ende. Österreichweit wurden laut UBIMET 49.838 Blitze registriert, davon 24.141 in der Steiermark, 12.581 in Niederösterreich und 11.630 In Oberösterreich. Am stärksten betroffen von den schweren Gewittern waren in der Steiermark das Enns- und Salzatal sowie das Mariazellerland, die Eisenwurzen-Region in Oberösterreich sowie das südliche Mostviertel in Niederösterreich. Teils gab es enorme Regenmengen in kurzer Zeit: Im steirischen Mooslandl summierten sich allein in einer Stunde 77 Liter pro Quadratmeter, davon 28 Liter in nur 10 Minuten, in Gröbming 64 Liter und in Rottenmann 62 Liter. Dazu kam Hagel von mehreren Zentimetern Durchmesser, etwa in Mariazell, am Erlaufsee oder am Hochkar.

Mehr als 100 Liter Regen bereits in Vorarlberg

In Vorarlberg schüttete es zudem nahezu die gesamte Nacht auf Freitag durch. In Dornbirn fielen in nur 12 Stunden bereits 105 Liter pro Quadratmeter, in Bregenz 101 Liter und in Feldkirch 96 Liter. Bis zum Sonntag kommen hier weitere 30 bis 50 Liter dazu. Entsprechend nimmt die Gefahr von Überflutungen und Muren zu. Die gute Nachricht in diesem Fall ist aber, dass es abkühlt und die Schneefallgrenze langsam auf 1.600 bis 1800 m sinkt. „Damit wird viel Wasser in Form von Schnee gebunden“, sagt UBIMET-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer. „Der Abfluss in die Bäche und Flüsse verzögert sich dadurch bis zum nächsten Tauwetter, wodurch die Pegel langsamer steigen.“

Große Regenmengen zeichnen sich bis Sonntag aber in weiten Landesteilen ab. In Kärnten, der Steiermark im südöstlichen Niederösterreich sowie im Südburgenland sind zudem teils kräftige Gewitter eingelagert. Auch in diesen Regionen kommen bis Sonntag vielerorts 20 bis 50 Liter zusammen. In Tirol und in der Salzburger Tauernregion mitunter sogar noch mehr. Am insgesamt wenigsten regnet es, wie so oft in den vergangenen Monaten, entlang und nördlich der Donau, in Wien und im Nordburgenland. Kühl ist es überall, die Temperaturen kommen am Wochenende nicht mehr über 9 bis 20 Grad hinaus.

Wetterbesserung zum Wochenbeginn

Eine deutliche Wetterbesserung zeichnet sich für den ersten Schultag im Osten ab. Restwolken und Nebelfelder lichten sich bis Mittag und die Sonne setzt sich durch. Einzig im Westen sowie im Bergland gibt es mehr Wolken mit einzelnen Regenschauern. Die Temperaturen steigen auf 16 bis 24 Grad. Freundlich präsentiert sich aus heutiger Sicht auch der Dienstag bei ähnlichen Temperaturen.