Juli 2016: Sehr nass und warm

UBIMET: Doppelt soviel Regen als im Durchschnitt, rund ein Grad zu warm

Wien, 29.07.2016 – Im Juli setzte sich der bislang sehr nasse Sommer 2016 fort: Zahlreiche und oft heftige Regenschauer und Gewitter dominierten große Teile des Monats. Damit kam laut dem Wetterdienst UBIMET gebietsweise mehr als doppelt soviel Regen als in einem durchschnittlichen Juli zusammen. Besonders groß waren die Abweichungen in Teilen der Obersteiermark sowie in Ober- und Niederösterreich. Die Temperaturen lagen österreichweit recht einheitlich rund ein Grad über dem langjährigen Mittel. Die Anzahl der Sonnenstunden entspricht in Summe den durchschnittlichen Werten, mit Defiziten in erster Linie im Alpenbereich. Der Wind spielte abseits von Gewittern keine wesentliche Rolle.

Die häufigen und teils unwetterartigen Regenschauer und Gewitter schlagen sich direkt in
der Niederschlagsbilanz im Juli nieder: Vom Tiroler Unterland ostwärts, aber auch im
östlichen Flachland fiel teils fast die doppelte übliche Monatsregenmenge. „Ganz besonders
nass waren Teile der Steiermark, Oberösterreichs und Niederösterreichs“, sagt UBIMET-
Meteorologe Josef Lukas. „So kamen etwa in Bad Zell in Oberösterreich 29,6 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen, das entspricht nahezu der dreifachen dort üblichen Julimenge.“ Aber auch in der niederösterreichischen Landeshauptstadt Sankt Pölten wurde das Regensoll mit 205 Litern um 120 Prozent übertroffen. Mit 347 Liter pro Quadratmeter war insgesamt allerdings der Vorarlberger Ort Schröcken am nassesten.

Schauer und Gewitter waren oft lokal und trafen immer wieder die gleichen Regionen. Am
Bodensee, im Oberinntal, im südlichen Osttirol sowie vereinzelt in der Weststeiermark
entstand dadurch sogar ein Regendefizit von bis zu 40 Prozent. Der erwartete Regen zum
Monatsletzten kann das Defizit aber durchaus noch verkleinern. Am absolut trockensten war
es mit 58 Liter pro Quadratmeter in Andau im Nordburgenland.

Österreichweit um rund ein Grad zu warm, 18 Tropennächte in Wien

Die Temperaturen lagen österreichweit recht einheitlich um ein Grad über dem Mittel. Der
Monatshöchstwert wurde mit 36,0 Grad im niederösterreichischen Krems am 11. erreicht.
Vor allem in Wien und in den flachen Regionen Niederösterreichs und des Burgenlandes gab
es speziell in der zweiten Monatshälfte bis zu sechs Tropennächte in Folge und dazu war es
oft drückend schwül. „In der Wiener Innenstadt sank die Temperatur sogar an 18 Tagen nicht
unter 20 Grad“, sagt Lukas. Anders als in den Jahren zuvor fiel auf den Bergen im Juli sogar
Schnee: Auf der 2.304 m hoch gelegen Rudolfshütte in den Hohen Tauern lagen am 14.
sogar 25 Zentimeter Neuschnee und am Tiroler Brunnenkogel wurden am 16. in der Früh nur -10,9 Grad gemessen.

Sonnenscheindauer im Soll

Die Bilanz der Sonnenscheindauer fällt regional recht unterschiedlich aus: Außerhalb der
Alpen ergibt sich mit den erwarteten Sonnenstunden an den letzten beiden Julitagen sogar
ein kleines Plus von bis zu 10 Prozent. „Das betrifft etwa große Teile Niederösterreichs,
Wiens, des Burgenlandes und der Steiermark aber auch das Rheintal“, sagt Lukas. Anders
hingegen in den Alpen: Vom Raum Innsbruck über die Salzburger Gebirgsgaue bis in die
Obersteiermark schien die Sonne auf Grund der vielen Wolken um bis zu 20 Prozent
seltener als üblich.

Gewitterböen: 108 km/h in Lofer

Der Wind spielte meist nur eine untergeordnete Rolle. Die stärksten Böen wurden in den
Niederungen bei Schauern und Gewittern gemessen. Beachtlich waren hier vor allem die
108 km/h am 12. in Lofer in Salzburg sowie die 104 km/h am 5. in Podersdorf, Burgenland
und am 12. in Hochfilzen, Tirol.

Extremwerte für Juli 2016 (Stand 29.07.2016, 09:00 Uhr)

Höchste Temperaturen (Bundesland, Tag)

36,0 Grad Krems (NÖ, 11.)
35,9 Grad Langenlebarn (NÖ, 11.)
35,7 Grad Stockerau, Hohenau an der Marchl (NÖ, 11.)

Tiefste Temperaturen dauerhaft bewohnte Orte (Bundesland, Tag)
2,2 Grad Schröcken (V, 14.)
2,4 Grad Sankt Jakob im Defereggen (T, 15.)
3,1 Grad Sankt Leonhard im Pitztal (T, 17.)

Absolut nasseste Orte (Summe 1.7. – inkl. 28.7.)
347 l/m2 Schröcken (V)
314 l/m2 Kössen (T)
306 l/m2 Bad Ischl (OÖ)

Absolut trockenste Orte (Summe 1.7. – inkl. 28.6.)
58 l/m2 Andau (B)
60 l/m2 Bad Tatzmannsdorf (B)
64 l/m2 Köflach (St)

Sonnigste Orte (Sonnenstunden 1.7. – inkl. 28.6.)
272 Std. Mörbisch (B)
267 Std. Eisenstadt (B)
266 Std. Andau (NÖ)

Höchste Windspitzen in den Niederungen (Bundesland, Tag)
108 km/h Lofer (S, 12.)
104 km/h Hochfilzen (T, 12.), Podersdorf (B, 5.)
101 km/h Golling (S, 12.)

Schwere Gewitter am Mittwoch beendeten Unwetterlage vorerst

UBIMET: 30.107 Blitzentladungen, Überflutungen und Muren, Wochenende zunächst oft ruhig

Wien, 28.07.2016 – Schwere Unwetter mit heftigem Regen und lokalen Sturmböen sorgten am Mittwoch und in der Nacht auf Donnerstag neuerlich für zahlreiche Überschwemmungen und Muren. Besonders betroffen waren der Salzburger Flachgau, Ober- und Niederösterreich sowie Innsbruck in Tirol. In Sankt Pölten kamen 49 Liter pro Quadratmeter zusammen, damit gab es binnen weniger Tage das zweite schwere Unwetter in der niederösterreichischen Landeshauptstadt. Insgesamt registrierte das Blitzmessnetz von UBIMET zudem mehr als 30.000 Entladungen. Mit den Unwettern ist es vorerst zwar vorbei, bereits am Sonntag zeichnen sich aus heutiger Sicht aber wieder teils schwere Gewitter in weiten Landesteilen ab.

Heftige Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen und lokalen Sturmböen verursachten speziell im Flachgau sowie in Ober- und Niederösterreich erneut Schäden. Vor allem der starke Regen sorgte für zahlreiche Überflutungen: „In Sankt Pölten fielen binnen kürzester Zeit 49 Liter pro Quadratmeter“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. „Damit wurde die niederösterreichische Landeshauptstadt bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage von Unwettern heimgesucht.“ Ähnlich große Regenmengen kamen allerdings auch in Amstetten, Melk und Mistelbach zusammen. Aber auch in der Stadt Salzburg schüttete es 45 Liter pro Quadratmeter. In Oberösterreich entluden sich die stärksten Gewitter vom Seengebiet über Teile des Hausruckviertels bis in den Zentralraum sowie im Mühlviertel. Schon am späten Nachmittag sorgte eine massive Gewitterzelle in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck für Überflutungen.

30.107 Blitze, blitzreichster Ort Falkenstein, Bezirk Mistelbach, Niederösterreich

Die Unwetter gingen zudem mit vielen Blitzschlägen einher: Exakt 30.107 Blitze erfasste das Blitzmessnetz von UBIMET in Österreich. Mit rund 10.500 Entladungen blitzte es in Niederösterreich am häufigsten. „Auf Gemeindeebende gab es in der kleinen Weinviertler Gemeinde Falkenstein mit 14 Blitzen pro Quadratkilometer die meisten Entladungen, gefolgt vom oberösterreichischen Weibern mit 13 Blitzen pro Quadratkilometer“, sagt Lukas. Mit einer Stromstärke von 210.300 Ampere wurde der stärkste Blitz im Salzburger Rauris registriert. Keine einzige Blitzentladung gab es hingegen einmal mehr in Wien.

Zunächst ruhig, am Sonntag wieder große Unwettergefahr

Die Unwettergefahr ist vorerst gebannt, am Freitag und Samstag beschränken sich ein paar
Schauer und Gewitter auf das Bergland. Abseits davon gibt es oft sogar perfektes
Badewetter. Die Temperaturen legen wieder zu und erreichen am Samstag bereits 26 bis 33
Grad. Schon am Sonntag muss man aus heutiger Sicht im Vorfeld einer schwachen Front
aber neuerlich in weiten Landesteilen mit heftigen Gewittern rechnen. Wieder sind schwere Unwetter mit Starkregen, Sturm und Hagel zu befürchten. Am längsten trocken und sonnig bleibt es nach Osten und Südosten zu, wo die Temperaturen auf bis zu 34 Grad steigen.
Dazu ist es zum Teil drückend schwül.

Ortsfeste Gewitter sorgen für Überflutungen und Muren

UBIMET: Regenmengen von bis zu 65 Liter pro Quadratmeter, 20.000 Blitze

Wien, 26.07.2016 – Langsam ziehende Gewitter brachten laut dem Wetterdienst UBIMET lokal wieder enorme Wassermassen: In Ebensee in Oberösterreich fielen in der Nacht auf Dienstag 65 Liter pro Quadratmeter. Übergelaufene Bäche, überflutete Keller und Muren waren die direkte Folge. Von den Unwettern besonders betroffen waren diesmal Teile Salzburgs, Oberösterreichs und Niederösterreichs sowie die Steiermark und Kärnten. Zudem gab es auch zahlreiche Blitzentladungen, insgesamt registrierte das Blitzortungssystem von UBIMET rund 20.000 Blitze. Am Dienstag und Mittwoch ändert sich wenig, nahezu ortsfeste Gewitter können lokal wieder viel Regen bringen, die Unwettergefahr hält somit weiter an.

65 Liter pro Quadratmeter in Ebensee

Nahezu ortsfeste Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen verursachten speziell im Salzburger Flachgau, im Voralpenbereich Ober- und Niederösterreichs sowie in Teilen der Steiermark neuerlich Schäden. Vor allem der starke Regen, 65 Liter pro Quadratmeter fielen etwa in Ebensee, 55 Liter in der Stadt Salzburg oder 44 Liter in St. Pölten, führte vielerorts zu Überflutungen und Muren. „Die Regenmengen waren lokal aber wahrscheinlich sogar noch deutlich größer“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. „Ganz besonders im steirischen Stanzertal, im Mostviertel in Niederösterreich oder im Raum St. Veit an der Glan in Kärnten.“ Neben den großen Regenmengen wurden zudem österreichweit rund 20.000 Blitzentladungen registriert.

Große Unterschiede auf engstem Raum: Stehende Gewitterzellen

Die Gebiete mit sintflutartigem Regen und nur wenig Niederschlag lagen am Montag oft nah beieinander: An der Grazer Universität fielen etwa binnen kurzer Zeit 18 Liter pro Quadratmeter. Im nur wenige Kilometer entfernten Stadtteil Straßgang kamen hingegen nur vier Liter pro Quadratmeter zusammen. „Der Grund liegt in der aktuell kaum vorhandenen Höhenströmung und der extrem feuchten Luft“, sagt Lukas. „Dadurch regnen sich die Schauer und Gewitter dort aus, wo sie entstehen und schon ein einzelner Regenguss kann lokal weit über 10 Liter pro Quadratmeter bringen.“ Der Boden kann diese großen Wassermassen dann nicht so schnell aufnehmen, wodurch kleinräumige Überflutungen und Vermurungen verursacht werden können.

Mehr Bewegung am Mittwoch

Mehr Bewegung kommt erst wieder im Laufe des Mittwochs ins Wettergeschehen. Mit einer Front aus Westen verstärkt sich die Höhenströmung allmählich und damit ziehen die Schauer- und Gewitter wieder deutlich schneller. Die Unwettergefahr geht aber speziell in der Osthälfte Österreich nur langsam zurück, erst am Donnerstag ist es mit den heftigen Gewitter dann vorerst überall vorbei. „Zwar muss man von Vorarlberg bis nach Osttirol und Kärnten weiterhin mit Schauern und Gewittern rechnen, diese fallen aber nicht mehr so heftig aus wie zuletzt.“ Sonst setzt sich allmählich trockenes und recht freundliches Wetter durch.

Heftige Gewitter verdrängen schwüle Luft

UBIMET: Unwettergefahr ab Donnerstag vorerst gebannt, Badewetter mit Abstrichen am Wochenende

Wien, 27.07.2016 – Eine schwache Front überquert Österreich bis zum Donnerstag mit heftigen Regenschauern und Gewittern. Damit wird die schwüle und gewitteranfällige Luft nach Osten verdrängt und die Unwettergefahr ist ab Donnerstag vorerst gebannt. Hinter der Front stellt sich laut dem Wetterdienst UBIMET sommerliches, speziell im Bergland aber weiterhin leicht unbeständiges Wetter ein. Das Wochenende bringt aus heutiger Sicht Badewetter und bis zu 33 Grad, die Unwettergefahr steigt allerdings zum Sonntag wieder markant an.

Die schwüle und gewittrige Wetterphase geht bis zum Donnerstag im ganzen Land zu Ende. Zuvor sind am Mittwoch aber noch einmal Unwetter zu befürchten. Dahinter fließt allerdings etwas kühlere und stabilere Luft ein. „Die Unwettergefahr ist somit ab Donnerstag vorerst vorbei“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. „Speziell im Bergland und im Süden gehen zwar weitere Schauer und einzelne Gewitter nieder, diese fallen aber nicht mehr heftig aus.“ Die Temperaturen ändern sich mit maximal 20 bis 29 Grad zwar nur wenig, die Luft fühlt sich allerdings deutlich frischer und somit angenehmer an. Ganz ähnlich verläuft auch der Freitag, mit bis zu 31 Grad legen die Temperaturen wieder zu.

Badewetter und Gewitter am Wochenende

Badewetter im ganzen Land zeichnet sich für das kommende Wochenende ab. Die Temperaturen steigen bis zum Sonntag speziell im Süden und Osten auf bis zu 33 Grad. Ganz ungetrübt bleibt es allerdings nicht, die Luft wird wieder feuchter und die Gewittergefahr nimmt zu. „Die Gewitter können erneut heftig ausfallen und mit starkem Regen, Sturm und Hagel einhergehen“, sagt Lukas. „Am Samstag beschränken sich diese auf das Berg- und Hügelland, am Sonntag muss man allmählich in weiten Landesteilen damit rechnen.“ Eine beständige Wetterphase ist jedenfalls weiterhin nicht in Sicht.

56 Liter Regen pro Quadratmeter und 221.300 Ampere

Der Dienstag brachte lokal wieder heftige Gewitter: Am meisten Regen kam mit 56 Liter pro Quadratmeter in Hartberg in der Oststeiermark zusammen. Das Blitzmessnetz von UBIMET registrierte zudem in Niederösterreich und Oberösterreich jeweils rund 3.000 Blitze. In ganz Österreich summierten sich insgesamt knapp 11.000 Entladungen. Den stärksten Blitz gab es mit einer Stromstärke von 221.300 Ampere im Osttiroler Außervillgraten.

Formel 1 in Hockenheim

UBIMET: Oft trockenes Wetter mit ein paar Schauern zwischendurch Wien, 26. Juli 2016: Die Formel 1 gastiert am kommenden Wochenende in Deutschland. UBIMET liefert als Wetterdienst für Hochpräzisionsmeteorologie bei diesem Rennen die Wetterprognosen an die FIA und die Rennteams. Die Woche verläuft leicht wechselhaft mit einem Mix aus Sonnenschein, dichten Wolken und ein paar Schauern. […]

Unwettergefahr dauert bis Donnerstag an

UBIMET: 30.000 Blitze am Sonntag, Krems blitzreichste Stadt

Wien, 25.07.2016 – Die Gewitterlage hält weiter an, erst zum Donnerstag hin räumt eine Front die feuchten und labil geschichteten Luftmassen aus. Dann kündigt sich laut dem Wetterdienst UBIMET allmählich eine Wetterberuhigung an. Am Sonntag und in der Nacht auf Montag gab es wieder teils heftige Gewitter mit insgesamt knapp 30.000 Blitzentladungen, zudem kamen lokal bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen. Einmal mehr waren Niederösterreich und die Steiermark sowie Kärnten besonders betroffen.

Unwettergefahr und Tropennächte

Die neue Woche bringt zunächst keine Wetteränderung: Immer wieder entwickeln sich in der feuchten und schwülen Luft teils heftige Regenschauer und Gewitter. „Diese ziehen nur sehr langsam, wodurch gebietsweise enorme Regenmengen zusammenkommen“, sagt UBIMET- Meteorologe Josef Lukas. „Dadurch besteht weiterhin Unwettergefahr aufgrund von Vermurungen und Überflutungen.“ Entlang der Alpennordseite regnet es auch länger anhaltend. Die Temperaturen bleiben vor allem im Süden und Osten sommerlich, bei bis zu 31 Grad ist es allerdings oft drückend schwül. Im östlichen Flachland bleiben zudem die Nächte oft tropisch warm, das heißt die Temperaturen sinken nicht unter 20 Grad.

Wetterberuhigung am Donnerstag

Eine Wetterberuhigung zeichnet sich für die zweite Wochenhälfte ab. Am Donnerstag fließt hinter einer Front überall etwas kühlere und stabilere Luft ein. „Damit wird die drückende Schwüle ausgeräumt und die Schauer und Gewitter werden seltener“, sagt Lukas. „Die Unwettergefahr ist dann vorerst gebannt.“ Dazu gehen die Temperaturen vor allem im Westen deutlich zurück, in Vorarlberg, Tirol und Salzburg werden ab der Wochenmitte kaum mehr als 18 bis 25 Grad erreicht. Nach Osten zu bleibt es bei Höchstwerten von knapp 30 Grad hingegen weiterhin sommerlich warm.

30.000 Blitze am Sonntag, Krems Blitzhochburg

Am Sonntag gab es lokal wieder kräftige Gewitter. Das UBIMET-Blitzmessnetz registrierte bis Mitternacht österreichweit exakt 29.602 Blitze, davon 14.948 in Niederösterreich und 8.524 in der Steiermark. „Mit mehr als 16 Blitzen pro Quadratkilometer und 853 Entladungen war die niederösterreichische Stadt Krems dabei die österreichische Blitzhochburg“, sagt Lukas. Stellenweise gab es zudem große Regenmengen: In Kindberg in der Steiermark kamen 51 Liter, in Pörtschach am Wörthersee 45 Liter pro Quadratmeter zusammen. Kleinräumige Überflutungen und Muren, etwa im Raum Mixnitz in der Steiermark, waren die Folge.

Heftige Unwetter am Samstag

UBIMET: Überschwemmungen vor allem in Oberösterreich

Wien, 24.07.2016 – Heftige Gewitter brachten am Samstag vor allem vom Wilden Kaiser über den Flachgau bis nach Oberösterreich teils enorme Regenmengen, aber auch Hagel und stürmische Windböen. In der Nacht auf Sonntag entluden sich schließlich auch in Niederösterreich, Wien und in der Obersteiermark zahlreiche Gewitter. Laut dem Wetterdienst UBIMET bestätigt dies auch die Blitzstatistik zum Samstag: 16.547 der österreichweit insgesamt 22.147 Blitze wurden bis Mitternacht nämlich in Oberösterreich registriert.

Unwetter-Toter in Oberösterreich

Ausgehend vom Kaisergebirge, dem Flachgau und dem Innviertel breiteten sich am Samstagabend die Gewitter auf weite Teile Nordostösterreichs aus. Begleitet wurden diese von teils zentimetergroßem Hagel, aber besonders auch von sehr starkem Regen. „Schon am Ausgangspunkt der Gewitter fielen beispielsweise in Kössen (T) innerhalb nur einer Stunde 61 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel“, sagt UBIMET-Meteorologe Andreas Meingaßner. „Ähnliche Mengen, nämlich 57,7 Liter pro Quadratmeter, wurden an der Wetterstation Schärding (OÖ) verzeichnet.“ Besonders in Oberösterreich kam es teilweise auch zu erheblichen Überflutungen. Kleine Bäche schwollen innerhalb kürzester Zeit zu reißenden Flüssen an. Dabei wurde im Bezirk Schärding auch ein Mann von den Wassermassen mitgerissen und getötet.

Hoher Feuchtegehalt und langsam ziehende Gewitter

Grund für die großen Regenmengen sind unter anderem die feuchten Luftmassen, die derzeit über dem Alpenraum liegen. „Je wärmer die Luft ist, umso mehr Feuchtigkeit kann sie speichern“, erklärt der Meteorologe. „Wenn dann auch noch die Höhenwinde nur schwach ausgeprägt sind, ziehen Gewitter sehr langsam über die betroffenen Gebiete, sodass die Regenmengen kleinräumig doch enorme Auswirkungen haben können.“ Nach Mitternacht waren schließlich auch noch Niederösterreich und Wien betroffen. Meldungen über Verletzte oder größere Schäden gibt es aus diesen Regionen aber zum Glück nicht.

Vorerst keine wesentliche Änderung

Auch die neue Woche bringt keine nennenswerte Wetterumstellung. Der Alpenraum verbleibt in der feuchten, gewitteranfälligen Luft, sodass mit ähnlichen Unwettern auch in den nächsten Tagen gerechnet werden muss. Der Schwerpunkt der Gewitter liegt dabei jeweils in den Nachmittags- und Abendstunden. Zu Bergtouren sollte man momentan jedenfalls sehr zeitig aufbrechen. Bei Höchstwerten meist zwischen 21 und 30 Grad können Wasserraten die trockenen Phasen aber durchaus zu einem Sprung ins Wasser nutzen.

Gewittriger Start ins Wochenende

UBIMET: 71.368 Blitze am Freitag, Unwetterlage dauert an
Wien, 23.07.2016 – Die gewitterreiche Wetterlage dauert an: Auch am Freitag entluden sich in den Nachmittags- und Abendstunden zahlreiche Regenschauer und Gewitter. Diese brachten neben teils großen Regenmengen und Hagel auch zahlreiche Blitzentladungen. Laut dem Wetterdienst UBIMET gab es österreichweit mehr als 71.000 Blitze, die meisten davon in der Steiermark und in Kärnten. Die teils großen Regenmengen von bis zu 50 Liter pro Quadratmeter in Friesach (K) sorgten zudem für kleinräumige Überflutungen. In den nächsten Tagen ändert sich an der Großwetterlage wenig, dementsprechend sind weiterhin schwere Gewitter zu befürchten.
Heftige Regenschauer und Gewitter gingen am Freitag vom Bregenzerwald über die Nördlichen Tiroler Kalkalpen, Salzburg, Oberkärnten und vor allem die Steiermark bis zum Südburgenland nieder. „Der Schwerpunkt der Gewitter lag in der Steiermark. Allein dort wurden mehr als 31.000 Blitze registriert“, sagt UBIMET-Meteorologe Andreas Meingaßner. „Mit 7.140 Blitzen in Liezen liegt der blitzreichste Bezirk ebenfalls in der Steiermark.“ Der Ort mit den meisten Entladungen lag allerdings in Kärnten, wo in Hüttenberg in St. Veit an der Glan 1.263 Blitze pro Quadratkilometer den Himmel erleuchteten. In Egg in Vorarlberg wurde mit 158.400 Ampere bei einem einzigen Blitzschlag fast die 10.000-fache Stromstärke einer haushaltsüblichen 16 Ampere Steckdose erreicht.

48 Liter pro Quadratmeter in nur 40 Minuten

Die Gewitter brachten neben zahlreichen Blitzen aber auch zum Teil massive Regenmengen. „In Friesach (K) prasselten insgesamt 49,7 Liter Regen pro Quadratmeter auf den Boden“, sagt Meingaßner. „Davon alleine 48 Liter in 40 Minuten.“ Aber auch in Güssing im Südburgenland gab es mit 32,9 Liter pro Quadratmeter große Regenmengen. Nach Mitternacht wurde schließlich auch Wien noch von einem Gewitter erreicht. In Mariabrunn im Westen Wiens fielen nachts innerhalb einer Stunde auch noch 21,9 Liter pro Quadratmeter.

Weiterhin große Unwettergefahr

In den kommenden Tage geht es mit zahlreichen Regenschauern und Gewittern weiter. Die teils großen Regenmengen in kurzer Zeit können zudem für Überflutungen sorgen. Aufgrund des bislang ausgesprochen nassen Juliverlaufs können viele Böden nur mehr wenig Wasser aufnehmen, wodurch die Murengefahr weiter ansteigt. Die Temperaturen bleiben mit 21 bis 30 Grad sommerlich, zum Teil ist es drückend schwül.

Kräftige Gewitter am Donnerstag

UBIMET: 41.700 Blitze sowie punktuell große Regenmengen und Hagel
Wien, 22.07.2016 – Die ersten kräftigen Gewitter kündigten bereits am Donnerstag die ausgesprochen gewittrige Wetterphase der kommenden Tage an. Über ganz Österreich verteilt wurden vom Blitzmessnetz des Wetterdienstes UBIMET rund 41.700 Blitze registriert. Die meisten davon in der Steiermark und in Kärnten. Dazu gab es lokal große Regenmengen in kurzer Zeit und Hagelschlag. Die nächsten Tage gehen gewittrig weiter, auch Unwetter sind stellenweise zu befürchten. Zudem steigt die Gefahr von Überflutungen und Muren.

Einen ersten Vorgeschmack auf die Gewitterlage der kommenden Tage brachte der Donnerstag: Vom Tiroler Unterland über den Salzburger Tauernbereich bis nach Kärnten und die Steiermark entluden sich teils kräftige Gewitter. Aber auch im nördlichen Waldviertel sowie im Bereich des Wechsels waren heftige Gewitter dabei: „In Mönichkirchen im südlichen Niederösterreich kamen binnen kurzer Zeit 70 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen. Das entspricht fast der Hälfte der durchschnittlichen Regenmenge im Juli“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. „Aber auch südlich von Villach in Kärnten fielen im Zuge eines Gewitters 42 Liter Regen pro Quadratmeter“. Im Bezirk Waidhofen an der Thaya kam es zudem zu Hagel- und Sturmschäden.

41.700 Blitzentladungen, blitzreichster Ort Reingers im Waldviertel

Das Blitzmesssystem von UBIMET registrierte am Dienstag österreichweit exakt 41.690 Blitzentladungen. „Am öftesten, insgesamt 13.349 Mal, blitzte es in der Steiermark, gefolgt von 11.709 Entladungen in Kärnten“, sagt Lukas. Mit knapp 17 Blitzen pro Quadratkilometer war die Gemeinde Reingers im niederösterreichischen Bezirk Gmünd der blitzreichste Ort Österreichs. Der stärkste Blitz wurde hingegen in Kleinarl in Salzburg registriert, dieser brachte es auf eine Stromstärke von 131.000 Ampere.

Anhaltende Gewittergefahr

Am Wochenende muss man weiterhin mit zahlreichen Regenschauern und Gewittern rechnen. Zum Teil fallen diese ausgesprochen heftig aus mit enormen Regenmengen in kurzer Zeit, teils stürmischen Böen und kleinem Hagel. Damit muss man neuerlich mit kleinräumigen Überflutungen und Vermurungen rechnen. Möglich sind sie überall und teils von der Früh weg, dazu ist es bei 21 bis 30 Grad drückend schwül. Länger sonnig und trocken bleibt es am ehesten von Oberösterreich bis ins Nordburgenland sowie in der südöstlichen Steiermark.