Markanter Temperaturanstieg mit „Brigitte“

UBIMET: Föhnsturm, Temperaturen über 20 Grad, Tauwetter im Gebirge

Wien, 12.10.2016 – Die kalten Tage, in höheren Lagen sogar mit dem ersten Schnee, sind laut UBIMET ab Donnerstag zu Ende: An der Vorderseite von Tief „Brigitte“ über dem Golf von Biskaya gelangt vor allem in höheren Luftschichten sehr warme Mittelmeerluft zu den Alpen. Die Temperaturen steigen deutlich an, auf den Bergen sowie in den Nordalpentälern weht zudem stürmischer Südföhn. In den Föhnregionen sind dadurch speziell am Freitag teils mehr als 20 Grad möglich, die Frostgrenze zieht sich auf rund 4.000 m zurück. Der zuletzt gefallene Schnee taut somit rasch wieder weg.

Im Mostviertel schneite es am Mittwoch in der Früh bis gegen 700 m. In höher gelegenen Orten, etwa in Puchenstuben (868 m), bildete sich sogar eine dünne Schneedecke. Damit ist es nun allerdings vorbei, die Wetterlage stellt sich markant um: Die Strömung dreht auf südliche Richtungen und damit gelangt sehr milde Luft in den Alpenraum. „Verantwortlich dafür ist das Tief ‚Brigitte‘ mit Zentrum über dem Golf von Biskaya“, sagt UBIMET- Meteorologe Josef Lukas. „Entlang der Nordalpen wird es zudem föhnig.“

Föhnsturm und Wärme im Gebirge

Sehr mild für die Jahreszeit wird es auf den Bergen. In 1.500 m steigen die Temperaturen auf bis zu 15 Grad, der Frost zieht sich auf knapp 4.000 m zurück. „Selbst im Hochgebirge gibt es wieder Plusgrade“, sagt Lukas. „Der zuletzt gefallene Schnee beginnt zu tauen.“ Dazu pfeift stürmischer Südföhn über die Gipfel, am Patscherkofel sind am Freitag sogar Orkanböen von bis zu 140 km/h möglich. Der Föhn greift auch in viele Täler durch und damit wird es warm. Im Rhein- und Inntal, im Raum Salzburg sowie vom Salzkammergut bis zur Eisenwurzen liegen die Höchstwerte stellenweise bei 20 bis 22, vereinzelt sogar bei 23 Grad und auch die Nächte bleiben ungewöhnlich mild.

Ungetrübt sonnig ist es allerdings nicht. Vom Montafon über den Tiroler Alpenhauptkamm bis nach Osttirol und Oberkärnten stauen sich dichte Wolken, mitunter regnet es sogar ein wenig. Aber auch sonst ziehen einige Wolkenfelder durch. In den Niederungen hält sich zudem mitunter zäher Nebel und Hochnebel. „Am Donnerstag und Freitag kann es vom Waldviertel über den Wiener Raum bis zum Nordburgenland mitunter den ganzen Tag trüb bleiben“, sagt Lukas. In den Nebelregionen kommen die Temperaturen nicht über 8 bis 14 Grad hinaus und dazu weht kräftiger Südostwind.

Schnee zunächst bis in manche Täler, milder ab der Wochenmitte

UBIMET: Dienstag Schnee bis 800 m, bis zu 19 Grad am Freitag 

Wien, 10.10.2016 – Sehr kalt für die Jahreszeit geht es zunächst weiter, Dienstagfrüh schneit es in der Steiermark und in Niederösterreich mitunter bis in höhere Täler. Die Schneefallgrenze liegt hier zeitweise um 800 m. Dazu frischt der Wind vor allem am Mittwoch deutlich auf. Ein Ende des nasskalten Wetters ist laut UBIMET allerdings ab Donnerstag in Sicht: Die Strömung dreht auf südliche Richtungen und damit gelangt deutlich mildere Luft in den Alpenraum. In den Föhnstrichen sind am Freitag sogar Spitzenwerte von bis zu 19 Grad möglich. 

Das Wetter gibt noch einmal einen Vorgeschmack auf den Winter: In der Nacht auf Dienstag beginnt es von Unterkärnten bis in den Raum Wien verbreitet zu regnen. Schon oberhalb von 800 bis 1.000 m fällt Schnee. „In der Obersteiermark sowie im Semmering-Wechsel- Gebiet schaffen es Schneeflocken Dienstagfrüh mitunter sogar noch etwas weiter herunter“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. Nasskalt geht es tagsüber weiter und auch am Mittwoch ändert sich im Osten vorerst nur wenig. Dazu frischt lebhafter, kalter Wind aus nördlichen Richtungen auf und die Temperaturen kommen kaum über 4 bis 11 Grad hinaus.

Deutlich milder 

Die Tage mit nasskaltem Wetter sind allerdings gezählt: Schon am Mittwoch kehrt in Westösterreich nach Wolkenauflösung freundliches Wetter zurück. Am Donnerstag dreht die Strömung an der Vorderseite eines Tiefs über der Iberischen Halbinsel auf südliche Richtung und milde Luft gelangt zu den Alpen. Entlang der Nordalpen wird es föhnig. „In der zweiten Wochenhälfte wird es deutlich wärmer“, sagt Lukas. „In den Föhnstrichen sind am Freitag bis zu 19 Grad möglich, aber auch sonst steigen die Temperaturen oft auf 9 bis 15 Grad an.“ Auf den Bergen steigt die Frostgrenze wieder auf rund 3.000 m an und Tauwetter setzt ein.

Unsicherheit Hochnebel 

Wie so oft zu dieser Jahreszeit entscheiden Nebel und Hochnebel über sonniges oder trübes Wetter: Am Donnerstag könnte sich vom Waldviertel bis ins Nordburgenland und im Raum Wien zum ersten Mal in diesem Jahr den ganzen Tag über Hochnebel halten. Am Freitag zeichnen sich dann bei stark auffrischendem Südostwind aber auch hier überwiegend sonnige Verhältnisse ab. Entlang des Tiroler Alpenhauptkamms, in Osttirol und Oberkärnten stauen sich dagegen dichte Wolken, Regen fällt hier vorerst aber nur wenig.

Mit Vollgas in den Herbst

UBIMET: Schneefallgrenze sinkt in höhere Täler, stürmischer Wind, Frostgefahr in den Nächten

Wien, 03.10.2016 – Der Oktober zeigt sich zunehmend von seiner ungemütlichen und vor allem kalten Seite: In der Nacht auf Mittwoch erreicht laut UBIMET ein Schwall polarer Kaltluft den Osten und Norden Österreichs. Damit gehen die Temperaturen massiv zurück und die Schneefallgrenze sinkt stellenweise bis in höhere Täler. Aber auch in den Niederungen kommen die Temperaturen kaum noch über 10 Grad hinaus. In den Nächten muss man in den Alpentälern zudem mit dem ersten Bodenfrost rechnen. Wetterbegünstigt ist lediglich der Westen und Südwesten, wo sich die Sonne öfter zeigt.

In der ersten Oktoberwoche stellt sich allmählich ungewöhnlich kaltes Herbstwetter ein. Auf den Bergen von Salzburg ostwärts gibt sogar der Winter ein kräftiges Lebenszeichen von sich. „Verantwortlich dafür ist polare Kaltluft aus Nordosteuropa, die in der Nacht auf Mittwoch die Alpen erreicht“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. „Damit gehen die Temperaturen massiv zurück und die Schneefallgrenze sinkt markant ab.“ Vor allem in den Ober- und Niederösterreichischen Voralpen sowie in der nördlichen Obersteiermark sind am Mittwoch und Donnerstag bereits oberhalb von 600 bis 900 m erste Schneeflocken dabei. Auf den Bergen stellt sich Dauerfrost ein, in 1.500 m Seehöhe kommen die Temperaturen kaum über -4 bis -2 Grad hinaus.

In den Niederungen überwiegt bis Freitag häufig der nass-kalte Wettercharakter mit höchstens kurzen sonnigen Phasen. Dazu weht vor allem im Donauraum und im östlichen Flachland sowie generell am Alpenostrand kräftiger, in exponieren Lagen sogar stürmischer Wind aus nördlichen Richtungen. „Damit fühlen sich die maximal 7 bis 12 Grad noch kälter an“, sagt Lukas. Empfindliche Pflanzen sollte man zudem schützen, in den Nächten droht in höheren Lagen sowie in den Alpentälern der erste Frost.

Wetterbegünstigt: der Süden und Westen

Deutlich wetterbegünstigt sind die Regionen von Vorarlberg bis nach Osttirol und Oberkärnten sowie die südliche Steiermark. Hier scheint zumindest zeitweise die Sonne und es fällt nur wenig Regen. Die Temperaturen kommen ab Mittwoch dennoch nicht mehr über 10 bis 15 Grad hinaus und speziell die Nächte werden sehr frisch, teils sogar frostig. Dazu macht sich in den typischen Nordföhnregionen teils stürmischer Nordwind bemerkbar.