UBIMET-Langzeitindex April 2018


Langzeitindex April 2018*

  • Überdurchschnittliche Wind- und Solarstromproduktion führt zu April-Höchstwert der Erzeugung der Erneuerbaren
  • Wärmster April seit über 30 Jahren

Karlsruhe, 7. Mai 2018. Der April 2018 war mit einer positiven Abweichung von 4,9 Grad der wärmste April seit dem Beginn kontinuierlicher Wetteraufzeichnungen. Mehrmals lag Deutschland auf der Vorderseite von Tiefdruckgebieten über Westeuropa, damit waren überdurchschnittlich häufig südliche bis südwestliche Luftströmungen vorherrschend, mit denen warme Luftmassen ins Land geführt wurden.

In Deutschland wurden im vergangenen April 4.797 GWh Strom aus Solarenergie produziert. Damit liegt er auf Rang 4 der letzten 40 Jahre* – mit 5.424 GWh wäre der April 2007 bei aktuell installierter Leistung Spitzenreiter gewesen. Der hohe Solarenergieertrag basiert auf außergewöhnlich viel Sonnenschein. Nahezu überall wurde das Soll überschritten, im deutschlandweiten Mittel wurden 142 % der üblichen Sonnenscheindauer erreicht. Während die Abweichungen im Nordwesten mit 100 bis 120 % nur knapp über dem Mittel lagen, nahmen diese nach Süden kontinuierlich zu und erreichten in Bayern stellenweise bis zu 170 %. Überhaupt gab es in der Südhälfte an den meisten Wetterstationen keinen einzigen Tag ohne Sonnenschein.

Wie bereits im Jahr 2017 war der vergangene April sehr windreich – blieb aber mit einer Windstromproduktion von 8.935 GWh leicht hinter dem April vergangenen Jahres zurück und damit auf Platz 5. Die windreichsten Aprilmonate waren in den Jahren 1985,1995 und 1997* wobei im Jahr 1985 bei aktuell installierter Leistung mit 9.687 GWh der Spitzenwert der letzten 40 Jahre hätte erzeugt werden können.
Für einen Aprilm kam es bereits recht häufig zu Gewittern, welche teilweise kräftig ausfielen. Diese waren auch mehrheitlich verantwortlich für die stärksten Windböen im Land. Mit 126 km/h wurde die heftigste Böe am Morgen des 30.04. in St. Peter-Ording gemessen, als die ehemaligen ‚Aachener Gewitter‘ von der Nordsee her wieder auf Land trafen. Hervorzuheben ist auch der 04.04., als kräftige Gewitter einmal quer von Baden-Württemberg bis zur polnischen Grenze über Deutschland hinweg zogen und gebietsweise zu Sturmböen führten. Generell wurden im Verlauf des Monats an nahezu jeder Wetterstation mindestens einmal stürmische Böen über 62 km/h gemessen.

Insgesamt war die Kombination von Wind- und Solarenergie im April 2018 herausragend – mit 13.732 GWh ist soviel Energie erzeugt worden wie es in den vergangenen 39 Jahren durch Kombination von Wind- und Solarkraft nicht möglich gewesen wäre*.

*Der UBIMET-Langzeitindex macht die Erträge aus Solar- und Windstromenergieproduktion vergleichbar. Dafür berechnen die UBIMET-Experten für jeden Monat der vergangenen 39 Jahre die jeweiligen Erträge und setzen diese ins Verhältnis zu den aktuellen Werten. Dabei werden die Erträge jeweils auf das aktuelle Deutschland-Portfolio bezogen, so dass sich die Zeiträume vergleichen lassen.

Solar GWh Rang
2007  5.424   1
2009  4.854  2
2011  4.823   3
2018  4.797   4

Wind GWh Rang
1985  9.687  1
1997  9.059  2
1995  9.023  3
2018  8.935  5

Total  GWh  Rang
2018  13.732  1
1997  13.609  2
1985  13.475  3
2018  13.732  1

Über UBIMET

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