Kitzbühel-Wochenende mit Höhen und Tiefen

012016_Kitzbuhel_HahnenkammrennenUBIMET: 76. Hahnenkammrennen zeitweise sonnig, bei Abfahrt aber schlechte Sicht und leichter Schneefall möglich

Wien, 20.01.2016 – Der Auftakt zum Rennwochenende in Kitzbühel könnte für den Super-G am Freitag kaum besser sein: Von Westen her nimmt laut Wetterdienst UBIMET der Einfluss von Hoch ‚Claudius‘ zu, strahlender Sonnenschein und ausgezeichnete Sicht sind die Folge. Am Samstag sorgt dann allerdings eine Front für Wolken, Schneefall und schlechte Sichtbedingungen für die Abfahrer. Zum Abschluss erwartet die Skifahrer am Sonntag wieder ruhiges und recht freundliches Wetter.

Der Freitag startet in Kitzbühel bereits freundlich und auch der Super-G um die Mittagszeit präsentiert sich von seiner strahlend sonnigen Seite. Hochdruckeinfluss und trockene Luft sorgen zudem für perfekte Sichtbedingungen. „Der Start in 1.345 m erfolgt bei Werten um -1 Grad, im Ziel schwingen die Skifahrer bei -5 Grad ab“, sagt UBIMET-Meteorologe Martin Schreiter. „Auch der Kombinationsslalom um 16:45 Uhr geht trocken und wolkenlos über die Bühne, die Temperaturen sinken aber rasch.“

Wetterumstellung für die Abfahrt am Samstag

Für die Abfahrt am Samstag kündigen sich vorübergehend schwierigere Bedingungen an. Mit lebhaftem Nordwestwind zieht es rasch zu und im Laufe des Vormittags setzt leichter Schneefall ein. „Durch Wolken oder Hangnebel herrscht für die Fahrer mitunter schlechte Sicht, speziell im oberen Teil der Streif kann auch der Wind ein Thema sein“, sagt Schreiter. „Mit -3 Grad im Startbereich und -1 Grad im Ziel ist es nicht allzu kalt.“

Zeitweise sonniger Wochenausklang

Am Sonntag halten sich zunächst noch Restwolken, Schneefall ist aber voraussichtlich kein Thema mehr. Für die beiden Slalomdurchgänge um 10:30 und 13:30 Uhr kommt dann zeitweise auch die Sonne zum Vorschein. Zum Abschluss des Rennwochenendes kämpfen die Skifahrer bei Temperaturen um den Gefrierpunkt am Ganslernhang um Weltcuppunkte und die traditionelle Siegergams.

Kälte erreicht ihren Höhepunkt

UBIMET: -20 Grad in fünf Bundesländern, so kalt wie seit drei Jahren nicht mehr

Wien, 19.01.2016 – Die eisige Nordströmung erreichte in der vergangenen Nacht ihren Höhepunkt, landesweit sank das Thermometer an einigen Stationen auf -20 Grad und etwas tiefer. Spitzenreiter war Seefeld in Tirol mit einem Minimum von -21,7 Grad, aber auch in den anderen Bundesländern fror man bei ähnlichen Werten. Mit der extremen Kälte ist es nun laut Wetterdienst UBIMET zwar vorbei, die Temperaturen bleiben aber weiterhin auf winterlichem Niveau.

Die Kältepole der vergangenen Nacht waren im Gegensatz zum Wochenbeginn nicht nur auf den Westen des Landes beschränkt, sondern über ganz Österreich verteilt. In Tirol, Salzburg, Ober- und Niederösterreich sowie in der Steiermark wurden Werte unter -20 Grad gemessen. „Verbreitet so kalt war es zuletzt am 11. Februar 2013, sogar noch kälter verlief die Nacht auf den 12. Februar 2012“, sagt UBIMET-Meteorologe Martin Schreiter.

„Frisch gefallener Schnee, ruhiges Hochdruckwetter, kalte Luft aus polaren Breiten, wenig Wind und sternenklare Nächte, das sind die Zutaten für bitterkalte Nächte, wie wir sie zurzeit erleben“, erklärt Schreiter.

In Vorarlberg und im Tiroler Oberland sowie gebietsweise im Flachland verhinderten Wolken oder Nebelfelder eine stärkere Auskühlung. „In Tannheim sank das Thermometer noch am Abend unter -20 Grad, mit aufziehenden Wolken hat sich der Frost im Laufe der Nacht aber abgeschwächt“, berichtet Schreiter.

Kälte bleibt, aber nicht mehr so extrem

Die kommenden Tage präsentieren sich weiterhin winterlich, an der Alpennordseite von Vorarlberg bis ins Mostviertel kommt zeitweise Neuschnee hinzu. Die Temperaturen bleiben auch tagsüber vielerorts unter dem Gefrierpunkt, einzig im Flachland sind zarte Plusgrade möglich. „In den Nächten ist weiterhin strenger Frost, das heißt Temperaturen unter -10 Grad, ein Thema. Vor allem die Nacht auf Freitag verläuft bei oftmals sternenklaren Verhältnissen wieder bitterkalt“, sagt Schreiter.

 

Auswahl der Tiefstwerte der Nacht auf den 19. Jänner 2016,

(fett markiert die tiefsten Bundeslandtemperaturen)

 

Ort (Bundesland, Höhe), Tiefstwert

Seefeld (Tirol, 1.182 m), -21,7 Grad

St. Jakob / Defereggen (Tirol, 1.388 m), -21,3 Grad

Bad Mitterndorf (Steiermark, 808 m), -20,6 Grad

Summerau (Oberösterreich, 656 m), -20,6 Grad

St. Michael / Lungau (Salzburg, 1.050 m), -20,5 Grad

Klausen-Leopoldsdorf (Niederösterreich, 400 m), -20,3 Grad

Lunz am See (Niederösterreich, 614 m), -20,2 Grad

St. Leonhard / Pitztal (Tirol 1.445 m), -20,2 Grad

Bichlbach (Tirol, 1.073 m), -20,2 Grad

Mariazell (Steiermark, 866 m), -20,1 Grad

Zwettl (Niederösterreich, 505 m), -20,1 Grad

Tannheim (Tirol, 1.101 m), -20,1 Grad

Achenkirch (Tirol, 906 m), -20,1 Grad

Schoppernau (Vorarlberg, 850 m), -16,5 Grad

Flattnitz (Kärnten, 1.442 m), -17,6 Grad

Mattersburg (Burgenland, 287 m), -10,7 Grad

Wien-Mariabrunn (Wien, 227 m), -10,6 Grad

Tief winterlicher Wochenstart im ganzen Land

UBIMET: -23 Grad in Tannheim, örtlich mehr als ein halber Meter Neuschnee in den Nordalpen

Wien, 18.01.2016 – Eine feuchte Nordströmung brachte den Nordalpen seit Freitag zwischen dem Bregenzerwald und dem Mariazellerland verbreitet 30 bis 60 cm Neuschnee, Montagfrüh glitzerte die weiße Pracht bei zweistelligen Minusgraden. Der Wetterdienst UBIMET prognostiziert auch für die kommende Nacht ähnlich eisige Tiefstwerte. Der Rest der Woche zeigt sich ebenfalls von seiner winterlichen Seite, den Hahnenkammrennen am Wochenende in Kitzbühel steht somit aus meteorologischer Sicht nichts im Weg.

Die vergangene Nacht war erst die dritte im heurigen Winter, in der alle Wetterstationen im Land Temperaturen unter dem Gefrierpunkt registrierten. Die Kältepole lagen in den schneebedeckten Hochtälern in Vorarlberg, Tirol und Salzburg. „Tannheim meldete einen Tiefstwert von -23,2 Grad, so kalt war es dort seit rund vier Jahren nicht mehr“, so UBIMET-Meteorologe Konstantin Brandes. Doch auch im nahen Seefeld (-22,3 Grad), in Schoppernau (-18,5 Grad) sowie in Rauris (-14,9 Grad) zeigte das Thermometer eisige Werte an. In der kommenden Nacht werden ähnliche Tiefsttemperaturen erwartet, einzig im Westen dämpfen aufziehende Wolken die nächtliche Auskühlung bereits ein wenig. „Am kältesten wird es somit in der Nacht auf Dienstag im Lungau, in Osttirol und der nördlichen Obersteiermark. Temperaturen jenseits der -20 Grad werden dort in manchen Hochtälern für beinahe sibirische Verhältnisse sorgen.

Endlich Neuschnee

Lange mussten Liftbetreiber und alle Freunde der weißen Pracht auf größere Schneemengen warten, am vergangenen Wochenende hatte Frau Holle dann endlich Hochkonjunktur. „Von Norden stauten sich über drei Tage hinweg feuchte Luftmassen gegen die Alpen und wurden dort regelrecht ausgequetscht. Vom Bregenzerwald über das Karwendel und die Kitzbüheler Alpen bis hin zu den Ennstaler Alpen kamen somit selbst in den Tälern 30 bis 50 cm Neuschnee zusammen“, so Brandes. „Unangefochtener Spitzenreiter ist jedoch das Kleinwalsertal und die Arlbergregion. In Schröcken beispielsweise türmen sich derzeit die Schneemassen 121 cm hoch, genau vor einer Woche waren es gerade einmal 14 cm. Doch auch abseits der Alpen reichte es zumindest für eine dünne Schneedecke, Ried im Innkreis meldete Montagfrüh 5 cm, Wiener Neustadt 4 cm.

Winterliche Woche

In den Folgetagen hält das winterliche Wetter an, die Temperaturen verharren oft im negativen Bereich. Werte knapp über dem Gefrierpunkt sind vorübergehend im Südosten der Steiermark sowie im östlichen Flachland möglich. Am Dienstag und Mittwoch bekommen zudem die Nordalpen weiteren Schneezuwachs, rund 5 bis 15 cm Neuschnee kommen mit einer schwachen Front von Vorarlberg bis ins Salzkammergut zusammen. „Zum Wochenende hin unternimmt dann die Atlantikluft einen Anlauf, gegen die Kälte anzukommen. Insbesondere in Vorarlberg macht sich die Milderung bemerkbar“, prognostiziert der Meteorologe.

Hahnenkammrennen

Ein Blick in die Wetterkarten verrät, dass auch die legendären Hahnenkammrennen von Freitag bis Sonntag nach derzeitigem Stand in einer tief verschneiten Landschaft stattfinden werden. Aktuell liegen im Zielbereich rund 30 cm Schnee, am Start auf ca. 1.600 m sind es sogar 60 cm. „Dies bildet eine hervorragende Grundlage für die Präparierung der Abfahrtspiste und des Slalomhangs“, so Brandes. „Dazu schwächt sich der Frost besonders auf den Bergen allmählich ab, am Samstag steigen die Temperaturen in 1.500 m Höhe sogar leicht ins Plus. In Kitzbühel selbst bleibt es hingegen bei negativen Temperaturen. Tauwetter ist also, anders als noch in vielen vergangenen Jahren, heuer nicht zu erwarten.“

 

Grafik: Neuschneemengen von Freitag, 15.01.16, 18 Uhr bis Montag, 18.01.16, 6 Uhr sowie ausgewählte erwartete Tiefstwerte in der Nacht auf Dienstag. © UBIMET

Eisige Nacht in Österreich

UBIMET: Von Montag auf Dienstag lokal unter -20 Grad kalt

Wien, 17.01.2016 – Zu Beginn der neuen Woche bleibt die nördliche Strömung aufrecht, womit polare Luftmassen aus Skandinavien nach Österreich gelenkt werden. Besonders eisig fällt dabei die Nacht auf Dienstag aus: Der Wetterdienst UBIMET erwartet inneralpin verbreitet zweistellige Minusgrade, in den klassischen Kältepolen sind sogar Temperaturen von unter -20 Grad möglich. Die Allzeitrekorde bleiben aber unerreichbar.

In der Nacht auf Dienstag fallen die Temperaturen im gesamten Land weit in den negativen Bereich. „Dabei stellt der Großraum Wien mit rund -6 Grad noch die wärmste Region Österreichs dar, sonst werden abseits der Alpen verbreitet -12 bis -8 Grad erreicht“, so UBIMET-Meteorologe Konstantin Brandes. „Noch deutlich kälter wird es in den Alpen, besonders in den windschwachen, schneebedeckten Hochtälern. Der Kältepol wird nach derzeitigem Stand im Lungau sowie in Osttirol liegen. In Tamsweg und St. Jakob/Defereggen gibt es Dienstagfrüh mit rund -22 Grad beinahe sibirische Verhältnisse.“ Im Westen ziehen in der Nacht hingegen erste Wolken auf, die eine noch stärkere Auskühlung verhindern. Mit Tiefstwerten zwischen -19 Grad (Seefeld + Tannheim) und -12 Grad (Innsbruck) wird es aber auch hier klirrend kalt.

Luft aus Finnland

Damit hierzulande selbst im Hochwinter solche Temperaturen zustande kommen können, müssen einige meteorologische Bedingungen erfüllt sein. „Die wichtigste Zutat für eine derart kalte Nacht ist natürlich die Luftmasse, sie stammt derzeit aus dem hohen Norden“, so Brandes. „In Finnland liegen die Tiefsttemperaturen seit Wochen weit im Minus, Sonntagfrüh wurden beispielsweise in Sodankyla (Lappland) -34 Grad gemessen.“ In abgeschwächter Form erreicht diese Kälte auch Österreich.

Weitere Zutaten

Zusätzlich stellen ein sternenklarer oder nur leicht bewölkter Himmel, wenig Wind sowie eine vorhandene Schneedecke Bedingungen für sibirische Verhältnisse in Österreich dar. „Unter diesen Voraussetzungen kann die Luft in der Nacht nämlich besonders stark auskühlen und sich in Tälern und Mulden sammeln“, sagt Brandes.

In den Folgetagen geht es dann zwar in der Osthälfte des Landes winterlich weiter, die Nächte fallen aber auch inneralpin nicht mehr so klirrend kalt aus. Von Salzburg westwärts setzt sich aus heutiger Sicht sogar wieder allmählich milde Luft durch.

Unerreichter Rekord

Die tiefste gemessene Temperatur in einem bewohnten Ort wurde übrigens nicht in den Alpen registriert, sondern im Waldviertel. Am 11.02.1929 fiel das Quecksilber in Zwettl auf -36,6 Grad. Dieser Wert ist aber kommende Nacht in ebenso weiter Ferne wie der österreichweite Tiefstwert von -37,4 Grad (Hoher Sonnblick im Jahre 1905).

Erwartete Tiefstwerte in der Nacht auf Dienstag (19.01.16) in den Landeshauptstädten:

Stadt (Bundesland, Seehöhe), Temperatur

Wien (W, 198 m), -6 Grad

Bregenz (V, 424 m), -7 Grad

Eisenstadt (B, 184 m), -7 Grad

Graz (ST, 347 m), -8 Grad

Linz (OÖ, 313 m), -10 Grad

St. Pölten (NÖ, 273 m), -10 Grad

Klagenfurt (K, 459 m), -11 Grad

Innsbruck (T, 581 m), -12 Grad

Salzburg (S, 450 m), -12 Grad

Komet ‚Catalina‘ am Nachthimmel über Österreich

UBIMET: Himmelskörper ab Samstag für ein paar Tage sichtbar

Wien, 15.01.2016 – Der Komet ‚Catalina‘ erreicht in der Nacht auf Sonntag den erdnächsten Punkt auf seinem Weg durch das Weltall. Der Himmelskörper wird auch über Österreich sichtbar sein. Laut dem Wetterdienst UBIMET sind die Beobachtungschancen im Süden am besten, aber auch im Osten ist der Blick zum Himmel immer wieder frei. In jedem Fall sollte man sich warm anziehen, denn die Nächte werden eisig kalt.

‚Catalina‘ wurde 2013 auf seinem Weg in Richtung Sonne entdeckt. Nachdem der Komet im November des Vorjahres seinen sonnennächsten Punkt erreicht hat, kommt er nun auf seiner Bahn unserem Planeten in der Nacht auf den 17. Januar am nächsten. „Dazu muss man jedoch sagen, dass ‚Catalina‘ am Sonntag immer noch rund 108 Millionen Kilometer von der Erde entfernt sein wird“, so UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. „Diese Distanz entspricht in etwa der 300-fachen Entfernung Erde-Mond.“ Unter guten Sichtbedingungen fernab der Lichtglocken der Städte kann man den Kometen trotz dieser Distanz mit freiem Auge als blassen, nebeligen Fleck am Nachthimmel erkennen. Noch besser gelingt die Beobachtung aber mit einem Fernglas.

Um ‚Catalina‘ sehen zu können, muss man seinen Blick zu Beginn der Nacht nach Norden richten. Dort startet der Komet nach Ende der Abenddämmerung knapp über dem Horizont seine nächtliche Reise über das Firmament. „Um Mitternacht steht ‚Catalina‘ dann in nordöstlicher Richtung ungefähr 45° über dem Horizont“, sagt Lukas. „Und zum Morgen hin ist der Komet schließlich im Zenit zu sehen, also praktisch senkrecht über dem Beobachter am Himmel.“

Eisige Beobachtung

Die besten Chancen auf freie Sicht hat man im Süden. Von Osttirol über Kärnten und die Steiermark bis ins südliche Burgenland ist der Himmel oft sternenklar. Auch im Osten hat man zwischen den Wolkenfeldern immer wieder einen freien Blick auf die Sterne. Entlang der Alpennordseite halten sich hingegen oft dichte Wolken und hier schneit es häufig. Die Nächte sind sehr kalt, die Tiefstwerte liegen beispielsweise Montagnacht nur zwischen -20 und -7 Grad. „Klirrend kalt wird es dabei in den schneebedeckten Hochtälern. Warme Kleidung ist somit ein absolutes Muss“, sagt Lukas.

Nächster Komet 2018

Der nächste Komet, den man leicht mit bloßem Auge sehen kann, erscheint übrigens voraussichtlich erst zu Weihnachten 2018 am Nachthimmel über Mitteleuropa. Da Kometen aber oft erst einige Monate vor ihrer Erdnähe entdeckt werden, sind auch zuvor Überraschungen nicht auszuschließen.

Wissen: Komet

Ein Komet ist ein kleiner Himmelskörper, meist mit einem Durchmesser von einigen Kilometern im Kern. Er besteht überwiegend aus Eis, Staub und lockerem Gestein. Kommt ein Komet auf seiner Bahn durch das Weltall der Sonne nahe, sorgt der Sonnenwind dafür, dass durch Freisetzung von Gas und Staub eine sogenannte Koma entsteht. Diese nebelartige Hülle um den Kern kann rund drei Millionen Kilometer im Durchmesser betragen. Bei weiterer Annäherung an die Sonne drückt der Sonnenwind Gas und Staub aus der Koma hinaus und von der Sonne weg, damit entsteht der Schweif. Dieser ist das auffälligste Kennzeichen eines Kometen, er kann sogar mehrere 100 Millionen Kilometer Länge erreichen.

Tief ‚Emma‘ bringt klirrende Kälte

UBIMET: Im Gebirge strenger Frost, Schneezuwachs in den Nordalpen

Wien, 14.01.2016 – ‚Emma‘ sorgt am Wochenende für einen Vorstoß polarer Luftmassen in den Alpenraum. Die Temperaturen gehen markant zurück, selbst im Flachland stellt sich am Sonntag Dauerfrost ein. Entlang der Alpennordseite kommen zudem laut UBIMET 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee dazu. Alle Wintersportler sollten bei Skitouren im freien Gelände unbedingt auf die Lawinengefahr achten. Verbreitet herrscht Warnstufe 3, also erhebliche Lawinengefahr.

Das Tief ‚Emma‘, das am Freitag von der Nordsee quer über Deutschland Richtung Baltikum zieht, bringt neben Schnee auch klirrende Kälte in den Alpenraum. „An der Rückseite von Emma gelangt mit starkem Nordwestwind eisige Luft arktischen Ursprungs direkt nach Österreich“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. „Damit gehen die Temperaturen bis Sonntag um gut 10 Grad zurück.“

-13 Grad in 1.500 m, Dauerfrost in den Niederungen

Im Gebirge stellt sich auch tagsüber strenger Frost ein. Am Sonntag kommen die Temperaturen in 1.500 m auf dem Feuerkogel oder der Rax kaum mehr über -13 Grad hinaus. „Am Arlberg oder auf der Villacher Alpe fühlen sich die -9 Grad zu Mittag aber ebenfalls nur unwesentlich wärmer an“, so Lukas. Eisiger Nordwind verschärft die Kälte zudem zusätzlich. Beim Skifahren sollte man unbedingt auf einen ausreichenden Kälteschutz achten.

In den Niederungen ist es ab Sonntag bei Temperaturen von maximal -7 bis 0 Grad für ein paar Tage ebenfalls ganztags frostig. Einzig in der südlichen Steiermark kann das Quecksilber noch knapp ins Plus steigen.

Weiterer Neuschnee für die Alpennordseite

Schneezuwachs gibt es am Wochenende für die Nordalpen. „Vor allem vom Bregenzerwald bis ins Salzkammergut kommen bis Sonntag noch einmal 20 bis 40 Zentimeter Pulverschnee dazu“, sagt der Meteorologe.

Im Donauraum sowie im östlichen Flachland ziehen ein paar Schneeschauer durch, für eine Schneedecke reicht es hier aber höchstens lokal. Nordföhnbedingt trocken und recht sonnig bleibt es von Osttirol bis ins Südburgenland.

Lawinenwarnstufe 3

Die Schneefälle und der Wind wirken sich auch auf die Lawinensituation aus. Im Alpenraum herrscht verbreitet Warnstufe 3, erhebliche Lawinengefahr. Bei Skitouren abseits gesicherter Pisten sollte man sehr vorsichtig sein. „Vor allem in Mulden und Rinnen, wo der Wind viel Schnee eingeweht hat, ist die Schneebrettgefahr besonders groß“, so Lukas. Eine Entspannung der Lage tritt aus heutiger Sicht frühestens zu Wochenbeginn ein.

Zwischenbilanz des stürmischen Mittwochs

UBIMET: Orkanböen auf dem Feuerkogel, knapp 90 km/h in Oberösterreich und in Wien

Wien, 12.01.2016 – Der prognostizierte Sturm ist eingetreten, vor allem auf den Bergen wurden am Vormittag Windgeschwindigkeiten von rund 100 km/h gemessen, Spitzenreiter war der Feuerkogel in Oberösterreich mit 126 km/h. Im Laufe des Nachmittags und am Abend erwartet der Wetterdienst UBIMET auch im Flachland örtlich schwere Sturmböen bis zu 100 km/h.

Feuerkogel 126 km/h Die Wochenmitte präsentiert sich äußerst turbulent. In den vergangenen Stunden legte der stürmische Westwind sukzessive zu, Windspitzen jenseits der 100 km/h konzentrierten sich jedoch vorerst noch auf die Berge und leicht exponierte Lagen. „In den kommenden Stunden geht es stürmisch weiter, der Schwerpunkt des Sturms verlagert sich dann zunehmend in den Osten des Landes“, so UBIMET-Meteorologe Konstantin Brandes. „Vor allem im Großraum Wien und im südlichen Niederösterreich sind Böen von 80 bis 100 km/h zu erwarten“.

Windspitzen 13. Januar 2016 bis 14 Uhr MEZ (Auswahl) Ort (Bundesland, Seehöhe) Max. Windgeschwindigkeit 

Feuerkogel (OÖ, 1618 m) 126 km/h
Wien-Jubiläumswarte (W, 449 m) 108 km/h
Galzig (T, 2081 m) 104 km/h
Buchberg (NÖ, 467 m) 104 km/h
Jauerling (NÖ, 952 m) 97 km/h
Waizenkirchen (OÖ, 401 m) 86 km/h
Wien-Hohe Warte (W, 198 m) 86 km/h
Wels/Schleißheim (OÖ, 312 m) 83 km/h
Wien-Innere Stadt (W, 171 m) 83 km/h

Der Winter zeigt die Zähne In den kommenden Tagen ist der Sturm kein großes Thema mehr, viel mehr werden die Temperaturen Schlagzeilen machen. „Ab Freitag dreht die Strömung in Österreich auf nördliche Richtungen, die Luftmassen sind skandinavischen Ursprungs“, prognostiziert Brandes. Für Wien konkret bedeutet dies Dauerfrost ab Sonntag, auch tagsüber werden dann nicht mehr als -3 Grad in der Bundeshauptstadt erreicht.

Sturm am Mittwoch, dann Kälte und Schnee

UBIMET: Im Osten zur Wochenmitte Windspitzen von bis zu 100 km/h möglich

Wien, 12.01.2016 – Ein kleines, aber intensives Tiefdruckgebiet zieht am Mittwoch von Norddeutschland nach Polen. Hierzulande sorgt es für eine ausgesprochen turbulente Wochenmitte, nördlich der Alpen kommt es verbreitet zu Böen von 70 bis 90 km/h. Laut dem Wetterdienst UBIMET ist am Alpenostrand sogar mit Windspitzen von rund 100 km/h zu rechnen. Zum Wochenende hin hält dann verbreitet der Winter Einzug.

Der Mittwoch steht in den Nordalpen sowie im angrenzenden Flachland voll und ganz im Zeichen des Sturms. Im Großteil Ober- und Niederösterreichs sowie in der nördlichen Obersteiermark treten Windspitzen von 70 bis 90 km/h auf, ebenso im nördlichen Vorarlberg und im Tiroler Außerfern. „Am stärksten wird der Westwind jedoch von Wien über Baden und Wiener Neustadt bis in den Raum Neukirchen“, prognostiziert UBIMET-Meteorologe Konstantin Brandes. „Dort sind speziell in der zweiten Tageshälfte schwere Sturmböen zwischen 80 und 100 km/h zu erwarten.“ In den Gipfellagen der Nordalpen treten sogar orkanartige Böen von bis zu 120 km/h auf. Der Sturm hält bis zum späten Abend an, erst im Laufe der Nacht auf Donnerstag lässt der Wind dann allmählich wieder nach.

Eisige Luft aus Nordeuropa 

Nach einer kurzen Wetterberuhigung am Donnerstag stehen die Zeichen ab Freitag auf Winter. „Dann dreht die Anströmung allmählich auf Nord, womit kalte Luft aus Skandinavien nach Österreich herangeführt wird“, sagt Brandes. „Vor allem Skifahrer sollten sich am Wochenende auf der Piste warm anziehen, in 2000 m verharren die Temperaturen bei rund -15 Grad. Durch den Wind fühlen sich solche Werte aber wie -30 Grad an.“ Auch in den Niederungen kommen die Temperaturen ab dem Wochenende für einige Tage nicht mehr aus dem Frostbereich, in Wien beispielsweise werden zu Beginn der neuen Woche Temperaturen von maximal -3 Grad erwartet.

Viel Neuschnee für die Nordalpen 

Mit der Kälte strömen auch feuchte Luftmassen zu den Alpen, vor allem in den klassischen Nordstaulagen vom Bregenzerwald über die Kitzbüheler Alpen bis zum Salzkammergut kommt im Laufe dieser Woche einiges an Neuschnee zusammen. „Liebhaber der weißen Pracht dürfen sich in diesen Regionen über 50 bis 70 cm Neuschnee freuen, abseits der Berge gehen dagegen nur ein paar Schneeschauer nieder“, so der Meteorologe. Neben den Liftbetreibern dürften also auch die Organisatoren des Skifliegens in Bad Mitterndorf und der Weltcup-Rennen im schweizerischen Wengen sowie in Flachau aufatmen.

Massiver Schneezuwachs auf den Bergen

UBIMET: Tiefdruckgebiete bringen im Westen und Süden bis zu 100 cm Neuschnee. Die Lawinengefahr steigt an.

Wien, 10.01.2016 – Rasch durchziehende Tiefdruckgebiete bringen in dieser Woche auf Österreichs Bergen große Neuschneemengen, im Westen und Süden sogar bis zu 100 cm. Zusätzlich sorgt starker Wind für enorme Schneeverfrachtungen, somit steigt die Lawinengefahr im Gebirge stark an. Zum Wochenende kündigen sich dann auch im Flachland tiefwinterliche Temperaturen an.

Die Trockenheit im Alpenraum wird in dieser Woche endgültig beendet. Immer wieder sorgen Tiefdruckgebiete für kräftigen Niederschlag, im Gebirge stehen tiefwinterliche Tage bevor. „In der ersten Wochenhälfte liegt der Niederschlagsschwerpunkt im Westen und Süden“, prognostiziert Stefan Hofer vom Wetterdienst UBIMET. „Vorerst schneit es erst in Lagen oberhalb von 1.000 bis 1.400 m. Ab Mittwoch fließt jedoch kältere Luft ein und die Schneefallgrenze beginnt zu sinken.“ Zudem fällt dann auch entlang der Alpennordseite immer wieder Schnee.

Lawinengefahr steigt an

Die fehlende Schneedecke sorgte bisher dafür, dass Touren im freien Gelände nur äußerst schwer zu realisieren waren. Aufgrund des bevorstehenden Wintereinbruchs werden nun aber viele Sportler ins Gebirge drängen. „Die großen Neuschneemengen werden von kräftigem Wind begleitet. Somit kommt es zu enormen Schneeverfrachtungen, und diese lassen die Lawinengefahr markant ansteigen“, warnt Hofer. „Besonders dort, wo sich der Schnee ablagert, zum Beispiel in Rinnen und Mulden, wird es besonders gefährlich.“

Kaltes Wochenende

In der zweiten Wochenhälfte dreht die Strömung zunehmend auf nördliche Richtungen. Damit werden deutlich kältere Luftmassen herangeführt. „Zum Wochenende kommen die Temperaturen laut den aktuellen Modellberechnungen selbst im Flachland nicht mehr über den Gefrierpunkt hinaus“, prognostiziert der Meteorologe. „Ob es dann auch in tiefen Lagen eine Schneedecke geben wird, ist aus heutiger Sicht jedoch noch nicht zu beantworten.“

Schneereiches Wochenende auf den Bergen

UBIMET: In den Südalpen bis zu 50 cm Neuschnee

Wien, 07.01.2016 – In rascher Folge ziehen in den nächsten Tagen Fronten in Kombination mit Italientiefs über Österreich hinweg. Vor allem auf den Bergen kommen so in Summe bis zu 50 cm Neuschnee zusammen. Außerdem geht die teils extreme Trockenheit im Alpenraum zu Ende. Die Luftmassen sind laut UBIMET aber relativ mild, in den Tälern und im Flachland überwiegt oft regnerisches Wetter.

Das schneereichste Wochenende seit langem steht den Alpen bevor: Die Schneemengen erreichen bis Montagfrüh in Summe meist 20 bis 40 Zentimeter. „Im Bereich des Arlbergs, der Niederen und Hohen Tauern, entlang des Alpenhauptkamms sowie generell auf den Bergen Osttirols und Kärntens ist aber durchaus mehr als ein halber Meter Neuschnee möglich“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. „Gerade in den Südalpen ist das somit der erste richtig ergiebige Schneefall dieses Winters.“

Wermutstropfen milde Luft 

Einen bitteren Beigeschmack hat diese milde Westwetterlage für alle Wintersportfans aber dennoch: Die Schneefallgrenze befindet sich meist oberhalb von 1.000 bis 1.400 m. „Von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich liegt diese speziell am Samstag sogar noch höher“, sagt Lukas. „Im Flachland, aber auch in den bislang winterlichen Tälern bringt das Wochenende bei 2 bis 8 Grad oftmals herbstlich anmutendes Regenwetter.“

Extreme Trockenheit geht zu Ende

Mit den zu erwartenden Regen- und Schneemengen geht die zum Teil seit Oktober andauernde extreme Trockenheit in weiten Teilen Österreichs zu Ende. „Vor allem von Osttirol über Kärnten und die Steiermark bis ins südöstliche Niederösterreich fielen in den letzten Monaten kaum mehr als 10 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge“, weiß Lukas.

Der akute Wassermangel sorgt gebietsweise bereits für große Probleme. „Im Flachgau sowie in Teilen des Mur- und Mürztals müssen einige Bauernhöfe sogar bereits von der Feuerwehr mit Wasser versorgt werden“, sagt der Meteorologe.