Österreichweit 330.873 Blitze im Juni 2016

Karte_Oesterreich_Blitze_JuniUBIMET: Schwerpunkte der Gewitter in Oberösterreich, der Steiermark und in Tirol

Wien, 04.07.2016 – Im zurückliegenden Juni registrierte das globale Blitzmessnetz von UBIMET österreichweit exakt 330.873 Blitzentladungen. Das blitzreichste Bundesland war mit insgesamt 82.432 Blitzen wie schon im Vormonat Oberösterreich. Jeder vierte Blitz in Österreich entfällt somit auf dieses Bundesland. Auch der Bezirk mit den meisten Entladungen befindet sich mit Vöcklabruck dort. Die drei stärksten Blitze wurden jedoch in Tirol gemessen, mit 361.000 Ampere führt eine Entladung in Fügenberg die Rangliste mit großem Abstand an.

Der Juni bildet zusammen mit Juli und August üblicherweise die blitzreichste Zeit des Jahres. „In den Sommermonaten sind die meteorologischen Voraussetzungen für Gewitter am besten“, sagt UBIMET-Meteorologe Konstantin Brandes. „Der Sonnenstand erreicht zu dieser Zeit seinen Höchststand, die Luft wird entsprechend aufgeheizt. In Kombination mit feuchter Mittelmeerluft und der gebirgigen Oberfläche Österreichs können sich zahlreiche Gewitter entwickeln.“ In diesem Juni registrierte das Blitzmesssystem von UBIMET über ganz Österreich verteilt exakt 330.873 Blitze. Damit brachte der Juni bereits gut doppelt so viele Blitzentladungen wie noch der Mai.

Spitzenreiter Oberösterreich

Mit exakt 82.432 Blitzen führt Oberösterreich das Bundesländer-Ranking an, gefolgt von der Steiermark mit knapp 80.000 und Tirol mit etwa 42.000 Entladungen. An letzter Stelle befindet sich einmal mehr das flächenmäßig kleinste Bundesland, für 326 Blitze reichte es in der Bundeshauptstadt.

Oberösterreich liegt mit fast sieben Blitzen pro Quadratkilometer auch hinsichtlich der Blitzdichte an erster Stelle. „So verwundert es auch nicht, dass die ersten zehn Plätze im Gemeinde-Ranking mit oberösterreichischen Gemeinden belegt sind“, sagt Brandes. „Spitzenreiter in dieser Statistik ist Berg im Attergau, wo im Juni 72 Blitze pro Quadratkilometer erfasst wurden.“ Generell war die Region rund um den Attersee die blitzreichste Gegend Österreichs.

Gewitterfreie Tage bildeten im Juni die Ausnahme, an insgesamt 28 von 30 Tagen wurde in Österreich zumindest eine Entladung registriert. Damit wurde der Juni als erster Sommer- und zugleich einer der blitzreichsten Monate im Jahr voll und ganz gerecht.

Stärkste Blitze in Tirol

Die Stärke von Blitzen wird über die Stromstärke in der Einheit Ampere angegeben. Die drei stärksten Blitze des Landes wurden allesamt in Tirol registriert. „Spitzenreiter ist eine Entladung mit 361.000 Ampere am Abend des 6. Juni in Fügenberg“, so Brandes. „In kürzester Zeit wurde dabei rund 22.000 mal mehr Energie freigesetzt als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere verfügbar ist.“

Die Messung von Blitzen

Das UBIMET-Blitzmessnetzsystem powered by nowcast beruht auf der Erfassung elektromagnetischer Wellen, die von den Blitzen ausgesendet werden. „Jeder Blitz wird von mehreren Sensoren erfasst und so der Ort, die Zeit und die Stärke des Blitzes bestimmt“, sagt der Meteorologe. „Selbst schwache Blitze können mit dieser patentierten 3-D- Technologie gemessen werden.“

 

Blitze nach Bundesland (Anzahl und Blitzdichte)

Oberösterreich: 82.432 – 6,88 Blitze/km2
Steiermark: 79.668 – 4,86 Blitze/km2
Tirol: 41.851 – 3,31 Blitze/km2
Niederösterreich: 35.925 – 1,87 Blitze/km2
Kärnten: 33.624 – 3,52 Blitze/km2
Salzburg: 30.938 – 4,32 Blitze/km2
Vorarlberg: 15.594 – 5,98 Blitze/km2
Burgenland: 10.515 – 2,65 Blitze/km2
Wien: 326 – 0,79 Blitze/km2
Österreich Gesamt: 330.873 – 3,94 Blitze/km2

Die fünf stärksten Blitze

361.000 A Fügenberg (T)
291.000 A Sölden (T)
265.000 A Flaurling (T)
252.000 A Ansfelden (OÖ)
250.000 A Dornbirn (V)

Unwetterartige Gewitter beenden Hitze

UBIMET: Schwere Sturmböen von 94 km/h in Innsbruck, 132 Liter Regen pro Quadratmeter in Bad Zell

Wien, 03.07.2016 – Die lang gezogene Kaltfront der beiden Tiefs PAMELA und OLIANE hat am Samstag den Westen erfasst und in der Nacht auf Sonntag Österreich ostwärts überquert. Im Vorfeld der Kaltfront lagerte dabei labil geschichtete, schwülheiße Luft, in Hohenau an der March wurden am Samstag noch einmal 33,6 Grad erreicht. In der energiereichen Luft kam es zu teilweise schweren Gewittern mit Sturm, Hagel und starkem Regen. Besonders heftig traf es Innsbruck und das östliche Mühlviertel. In der Tiroler Landeshauptstadt wurden schwere Sturmböen von 94 km/h gemessen, in Bad Zell (OÖ) 132 Liter Regen pro Quadratmeter.

65.000 Blitze am Himmel über Österreich

Die gefährliche Lage schlägt sich auch in der Blitzstatistik vom Samstag nieder. „Unser hauseigenes Messsystem hat 64.628 Entladungen in ganz Österreich registriert“, sagt UBIMET-Meteorologe Martin Puchegger. „Die blitzreichsten Bundesländer waren dabei Niederösterreich (26.462) und die Steiermark (22.128), keinen einzigen Blitzeinschlag gab es dagegen in Vorarlberg, hier war bereits früh die Kaltluft zugegen.“

Wolkenbruchartiger Regen

Neben den Blitzentladungen gab es in den Gewittern stellenweise enorme Regenmengen: Im oberösterreichischen Bad Zell fielen bis Sonntagfrüh 132 Liter Regen pro Quadratmeter. „Das entspricht zum Vergleich etwa der eineinhalbfachen durchschnittlichen gesamten Regenmenge für den Juli in dieser Region und sogar der doppelten von Wien“, sagt Puchegger. „Auch in Aigen im Ennstal (ST) und in Altmünster (OÖ) kamen in Summe über 55 Liter pro Quadratmeter zusammen.“

Zum Teil gab es sogar regelrechte Wolkenbrüche: In Bad Zell in Oberösterreich fielen am Samstagabend in einem Gewitter allein in 10 Minuten 13 Liter Regen. „Das Wasser stürzte hier tonnenweise vom Himmel. Von 19 bis 20 Uhr kamen 57 Liter, in der Stunde darauf 40 Liter und bis 22 Uhr nochmals 22 Liter pro Quadratmeter hinzu“, so Puchegger.

Heißer Osten

Vor der Kaltfront stiegen die Temperaturen von Linz und Villach ostwärts noch einmal auf hochsommerliche Werte. „Am heißesten war es am Samstag in Hohenau an der March mit schweißtreibenden 33,6 Grad, dicht gefolgt von Eisenstadt und Zwerndorf mit je 32,9 Grad“, so Puchegger. „Selbst auf der Rax, in über 1.500 m Höhe, war es mit einem Spitzenwert von 22,3 Grad wärmer als beispielsweise in Bregenz.“ Mit der Kaltfront hat es über Nacht aber im ganzen Land abgekühlt, heute kommen die Höchstwerte nicht mehr über 16 bis 24 Grad hinaus.

Neue Woche beginnt deutlich ruhiger

Am Montag setzt sich hoher Luftdruck durch, somit sind bei bis zu 28 Grad vorübergehend keine Gewitter zu erwarten. „Erst am Dienstag kündigen sich mit einer sich nähernden Kaltfront ausgehend von den Bergen neue kräftige Gewitter an“, sagt Puchegger. „Stabiles Sommerwetter über mehrere Tage hinweg ist somit weiterhin nicht in Sicht.“

Die stärksten Windböen (gültig Samstag 06 Uhr bis Sonntag 07 Uhr):

Ort (Bundesland)

Spitzenböe

Innsbruck Kranebitten (T)

94 km/h

Hollenthon/Bucklige Welt (NÖ)

90 km/h

Fischbach (ST)

76 km/h

Reichenau an der Rax (NÖ)

76 km/h

Gars am Kamp (NÖ)

72 km/h

Rinn (T)

72 km/h

Raabs an der Thaya (NÖ)

68 km/h

Zeltweg (ST)

68 km/h

Eisenstadt (B)

68 km/h

Hartberg (ST)

65 km/h

Die größten Regenmengen (gültig Samstag 06 Uhr bis Sonntag 06 Uhr):

Ort (Bundesland)

24-stündige Regenmenge

Bad Zell (OÖ)

132 l/m2

Feuerkogel (OÖ, Bergstation, 1618 m)

64 l/m2

Aigen im Ennstal (ST)

61 l/m2

Lilienfeld/Tarschberg (NÖ)

58 l/m2

Altmünster (OÖ)

56 l/m2

Innsbruck Flughafen (T)

54 l/m2

Micheldorf (OÖ)

48 l/m2

Bärnkopf (NÖ)

44 l/m2

Rinn (T)

44 l/m2

Eichberg (ST)

43 l/m2

Unwetter und Hitze am Samstag: Die Zwischenbilanz

Unwetter und Hitze am Samstag: Die Zwischenbilanz UBIMET: 33,6 Grad in Hohenau, 94 km/h in Innsbruck

Wien, 02.07.2016 – Die lang gezogene Kaltfront der beiden Tiefs PAMELA und OLIANE hat Österreich heute erfasst, dabei kam es zu teils schweren Gewittern. Diese breiteten sich im Tagesverlauf ausgehend von Vorarlberg und Tirol auf weite Teile des Landes aus. In Innsbruck kam es dabei nach Angaben von UBIMET zu schweren Sturmböen von 94 km/h. In der Nacht auf Sonntag wird die Warmluft aus ganz Österreich verdrängt, am Sonntag stellt sich somit deutlich kühleres, dafür aber auch ruhigeres Wetter ein.

Heißer Osten

Vor der Kaltfront stiegen die Temperaturen von Linz und Villach ostwärts noch einmal auf hochsommerliche Werte. „Am heißesten war es am Samstag in Hohenau an der March mit schweißtreibenden 33,6 Grad, dicht gefolgt von Eisenstadt und Zwerndorf mit je 32,9 Grad“, so UBIMET-Meteorologe Konstantin Brandes. „Selbst auf der Rax in über 1.500 m Höhe war es mit einem Spitzenwert von 22,3 Grad wärmer als beispielsweise in Bregenz.“

Die stärksten Windböen (gültig Samstag 06 Uhr bis Samstag 17:30 Uhr, Auswahl):

Ort (Bundesland)

Spitzenböe

Innsbruck Kranebitten (T)

94 km/h

Innsbruck (Uni) (T)

86 km/h

Rinn (T)

72 km/h

Gars am Kamp (NÖ)

72 km/h

Limberg (NÖ)

71 km/h

Die größten Regenmengen (gültig Samstag 06 Uhr bis Samstag 17:30 Uhr, Auswahl):

Ort (Bundesland)

12-stündige Regenmenge

Kindberg (ST)

29 l/qm

Gars am Kamp (NÖ)

29 l/qm

Micheldorf (OÖ)

28 l/qm

Rinn (T)

28 l/qm

Hochzirl (T)

26 l/qm

Innsbruck Kranebitten (T)

22 l/qm

Die höchsten Temperaturen vom Samstag:

Ort (Bundesland, Seehöhe)

Höchstwert

Hohenau (NÖ, 155 m)

33,6 Grad

Zwerndorf (NÖ, 146 m)

32,9 Grad

Eisenstadt (B, 184 m)

32,9 Grad

Andau (B, 122 m)

32,6 Grad

Wien-Innere Stadt (W, 171 m)

32,4 Grad

Podersdorf (B, 116 m)

32,4 Grad

Poysdorf (NÖ, 202 m)

32,3 Grad

Wien Donaufeld (W, 161 m)

32,1 Grad

 

 

Gewitter brachten lokal fast 100 Liter Regen pro Quadratmeter

UBIMET: Am Samstag im Osten lange Zeit Badewetter, von Westen her neuerlich Unwettergefahr

Wien, 01.07.2016 – Kräftige Gewitter sorgten am Donnerstag zum Teil für große Regenmengen innerhalb kürzester Zeit, Spitzenreiter war Gutenstein in Niederösterreich mit 97 Litern pro Quadratmeter. Der morgige Samstag steht vor allem von Linz und Klagenfurt ostwärts im Zeichen heißen und lange Zeit trockenen Badewetters. Von Westen drohen laut dem Wetterdienst UBIMET mit einer Kaltfront aber schon wieder schwere Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Im steirischen Spielberg stehen die Chancen für ein überwiegend trockenes Formel-1-Rennen am Sonntag aber gut.

Heftige Regenschauer und Gewitter sind am Donnerstag und in der Nacht auf Freitag über weite Teile Österreichs hinweggezogen. „Im niederösterreichischen Gutenstein fielen beinahe 100 Liter Regen pro Quadratmeter, die Hälfte davon prasselte in nur 20 Minuten vom Himmel“, sagt UBIMET-Meteorologe Konstantin Brandes. „Doch auch in Berndorf, Warth, Reutte und Graz schüttete es wie aus Schaffeln, hier kamen 30 bis 50 Liter zusammen.“

Verbreitet gingen die Gewitter mit stürmischen Böen einher, mit 79 Kilometern pro Stunde hat St. Michael im Lungau hier die Nase vorne. Im Weinviertel zwischen Mistelbach und Hollabrunn wurde im Zuge einer Gewitterzelle sogar ein kurzlebiger und schwacher Tornado beobachtet, zu Schäden kam es jedoch nicht.

Am Samstag Badewetter und Unwettergefahr, Sonntag deutlich kühler

Der Samstag bringt vor allem der Osthälfte Badewetter mit bis zu 32 Grad, lange Zeit bleibt es hier sonnig. Sonst geht es, von einzelnen Schauern in Vorarlberg und Nordtirol abgesehen, zwar trocken in den Tag, bald entstehen aber Quellwolken. Ab etwa Mittag gehen häufig Schauer und Gewitter nieder. „Vor allem von Tirol bis ins westliche Niederösterreich besteht mit diesen Unwettergefahr durch Starkregen, örtlich auch Hagel und Sturmböen“, warnt der Meteorologe. „In der Folgenacht zeichnen sich an der Alpennordseite kräftiger Wind und Regen ab.“

Am Sonntag halten sich zunächst verbreitet kompakte Wolken, aus denen vor allem in der Osthälfte in der ersten Tageshälfte noch ein wenig Regen fällt. Am Nachmittag bleibt es überwiegend trocken. Während die Wolken im Bergland sowie im Süden aber nur zögerlich auflockern, scheint die Sonne in Vorarlberg sowie in Ober- und Niederösterreich ab Mittag bereits häufig. Der anfangs kräftige Wind im Osten lässt nach, mit 16 bis 24 Grad ist es deutlich kühler als zuletzt.

Spannung beim Wetter in Spielberg

Das Wetter beim Formel 1 Grand Prix am Sonntag im steirischen Spielberg zeigt sich von seiner launischen Seite. Von der Früh weg regnet es immer wieder leicht. Ab etwa Mittag, und somit pünktlich zum Start um 14 Uhr, stellt sich dann meist trockenes Wetter ein. Die Wolken bleiben aber lange Zeit dicht, zum Rennende kann sich noch kurz die Sonne zeigen. Mit Höchstwerten von 17 bis 19 Grad bleibt es ziemlich frisch.

Wochenende: Nass mit kräftigen Schauern und Gewittern

UBIMET: Neuerlich Gefahr von Überflutungen und Muren, trockenes Rennen in Spielberg

Wien, 29.06.2016 – Die sommerliche Wetterphase geht zwar weiter, die Luft wird aber zunehmend schwül und gewitteranfällig. Stellenweise sind laut dem Wetterdienst UBIMET am Donnerstag und Freitag sowie am Wochenende wieder Unwetter mit starkem Regen und Hagel möglich. Auch kleinräumige Überflutungen und Muren sind aufgrund der durchnässten Böden nicht ausgeschlossen. Im steirischen Spielberg stehen die Chancen für einen trockenen Formel 1 Grand Prix am Sonntag aus heutiger Sicht allerdings gut.

Eine Front erreicht Westösterreich mit zahlreichen Regenschauern und einzelnen Gewittern bereits am Donnerstagvormittag. Diese breiten sich bis zum Abend auf immer größere Landesteile aus, auch kräftige Gewitter sind mit dabei. „Diese können wieder heftig ausfallen mit starkem Regen und Hagel“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. „Damit besteht lokal wieder Unwettergefahr.“ Bis zum Abend sonnig und trocken bleibt es am ehesten vom Weinviertel über die südliche und östliche Steiermark bis nach Unterkärnten. Hier wird es mit bis zu 32 Grad noch einmal hochsommerlich heiß, im Westen kommen die Temperaturen hingegen kaum noch über 20 bis 25 Grad hinaus.

Wochenende : Nass im Bergland, warm und schwül im Osten

Am Freitag und am Wochenende ändert sich am unbeständigen und schwülen Wetter wenig. Über das ganze Land verteilt muss man mit zahlreichen und mitunter kräftigen Regenschauern und Gewittern rechnen. Von Samstagnachmittag bis Sonntagfrüh regnet es zum Teil sogar anhaltend und kräftig. „In Summe können speziell an der Alpennordseite große Regenmengen fallen. Kleinräumige Überflutungen und Murenabgänge sind aufgrund der nassen Vorgeschichte weiterhin möglich“, sagt Lukas. Die längsten sonnigen und trockenen Phasen gibt es generell in den flachen Regionen sowie am Sonntagnachmittag. Die Temperaturen liegen je nach Regen und Sonne zwischen 18 und 31 Grad.

Spannung in Spielberg

Das Wetter beim Formel 1 Grand Prix am Sonntag bleibt spannend: Zunächst regnet es häufig. Bis Mittag zieht der Regen aus heutiger Sicht aber langsam ab und zu Rennbeginn um 14 Uhr überwiegt bewölktes aber trockenes Wetter. Während des Grand Prix kann dann gelegentlich sogar die Sonne durchkommen. Mit maximal 19 bis 21 Grad bleibt es recht frisch.

Wetterfest müssen alle Besucher am Freitag und Samstag sein: Die Sonne scheint nur zeitweise und man muss speziell an den Nachmittagen mit teils kräftigen Regenschauern und Gewittern rechnen. Die Temperaturen liegen an beiden Tagen zwischen 24 und 26 Grad und dazu ist es schwül.

Juni 2016: Nasser Monat mit sommerlichem Ende

UBIMET: Gewaltige Regenmengen im InnviertelJunirueckblick

Wien, 29.06.2016 – Der Juni 2016 war laut dem Wetterdienst UBIMET geprägt von wiederholter Schauer- und Gewittertätigkeit. Am Monatsersten sorgte zudem ein heftiges Starkregenereignis im Innviertel und im Salzburger Flachgau für enorme Regenmengen. Der Monat fällt somit in Summe um bis zu 60 Prozent zu nass aus. Erst im letzten Monatsdrittel konnte sich eine stabilere hochsommerliche Wetterphase einstellen.

Ein stationäres Höhentief zeigte sich dafür verantwortlich, dass das Regensoll im Grenzgebiet von Bayern und Oberösterreich teilweise schon am Monatsersten übertroffen wurde. „In Ranshofen fielen innerhalb von 24 Stunden rekordverdächtige 124 Liter Regen pro Quadratmeter, in Feldkirchen bei Mattighofen waren es sogar 128 Liter“, so UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. Bedingt durch die rege Schauer- und Gewittertätigkeit fällt der Monat vielerorts um 10 bis 30 Prozent zu nass aus, vom Bodensee bis zum Innviertel wurde das Soll teils um 60 Prozent überschritten. Absolut gesehen am meisten regnete es in Alberschwende und in Schröcken mit 301 l/m², dicht dahinter folgt Bregenz mit 299 l/m². Von Gewittergüssen weitgehend verschont blieb der äußerste Nordosten, mit 41 l/m² weist Laa an der Thaya sogar ein Niederschlagsdefizit von knapp 40 Prozent auf.

Im Osten um bis zu 1,5 Grad zu warm

Die Temperaturen lagen in der ersten Monatshälfte über weite Strecken im Bereich des langjährigen Mittels. Erst mit Beginn des astronomischen Sommers stellte sich landesweit eine über mehrere Tage andauernde hochsommerliche Wetterphase ein. In dieser Zeit wurden auch die Monatsmaxima registriert. Am heißesten war es laut UBIMET in Innsbruck mit 35,4 Grad am 24., schon tags zuvor kletterten die Temperaturen in Imst auf 35,2 Grad. Alles in allem fällt der Juni aufgrund der warmen Phase am Monatsende verbreitet um 0,5 bis 1,5 Grad zu warm aus mit den höchsten Abweichungen im Nordosten. Von Vorarlberg über Tirol bis nach Oberkärnten liegen die Temperaturen hingegen im Bereich des Klimamittels.

Sonniger Osten, trüber Westen

Was die Sonnenscheindauer anbelangt zeichnet sich vom Waldviertel bis zum Nordburgenland sowie im Südosten verbreitet ein Plus von 10 bis 20 Prozent ab. Der sonnenreichste Ort Österreichs liegt einmal mehr im Burgenland, 274 Stunden schien die Sonne in Mörbisch am Neusiedler See. Dem Sonnenplus im Osten steht ein Defizit im Westen gegenüber. Zwar kommen auch hier bis zum Monatsende noch ein paar Sonnenstunden hinzu, in Summe werden aber von Vorarlberg bis nach Osttirol 10 bis 30 Prozent auf eine ausgeglichen Bilanz fehlen.

Stärkste Böen mit Kaltfrontdurchzug

Der Wind spielte meist nur eine untergeordnete Rolle. Die stärksten Böen wurden in den Niederungen mit Durchzug einer markanten Kaltfront samt Schauern und Gewittern am 25. gemessen. Beachtlich waren hier vor allem die 112 km/h an der Station Kranebitten in Innsbruck. Einige Tage zuvor sorgte starker Südföhn auf den westlichen Gebirgsgruppen für Böen in Orkanstärke. Am stürmischsten war es dabei am Patscherkofel mit 137 km/h am 16. des Monats.

 

Extremwerte für Juni 2016 (Stand 29.06.2016, 09:00 Uhr)

Höchste Temperaturen (Bundesland, Tag)

35,4 Grad       Innsbruck Universität (T, 24.)

35,2 Grad       Imst (T, 23.)

35,0 Grad       Hopfgarten im Brixental (T, 24.)

 

Tiefste Temperaturen dauerhaft bewohnte Orte (Bundesland, Tag)

0,8 Grad         Galtür (T, 10.)

0,9 Grad         Warth (V, 17.)

1,0 Grad         Langen (V, 17.)

 

Absolut nasseste Orte (Summe 1.5. – inkl. 28.6.)

301 l/m²           Alberschwende (V)

301 l/m²           Schröcken (V)

299 l/m²           Bregenz (V)

 

Absolut trockenste Orte (Summe 1.5. – inkl. 28.6.)

35 l/m²             Mörbisch (B)

41 l/m²             Laa an der Thaya (NÖ)

47 l/m²             Hohenau a.d. March (K)

 

Sonnigste Orte (Sonnenstunden 1.5. – inkl. 28.6.)

274 Std.          Mörbisch (B)

270 Std.          Andau (B)

267 Std.          Zwerndorf (NÖ)

 

Höchste Windspitzen in den Niederungen (Bundesland, Tag)

112 km/h         Innsbruck (T, 25.)

104 km/h         Waizenkirchen (OÖ, 25.)

101 km/h         Enns (OÖ, 25.)

 

Höchste Windspitzen im Gebirge (Bundesland, Seehöhe, Tag)

137 km/h         Patscherkofel (T, 2247 m, 16.)

133 km/h         Rudolfshütte (S, 2304 m, 16.),

126 km/h         Sonnblick (S, 3105 m, 16.)

Unwetter am Wochenende: Die Bilanz

UBIMET: Mehr als 120.000 Blitze, lokal über 100 Liter Regen pro Quadratmeter

Wien, 27.06.2016 – Schwere Unwetter beendeten die kurze Hitzewelle am Wochenende. Das Blitzmesssystem des Wetterdienstes UBIMET registrierte österreichweit insgesamt mehr als 120.000 Blitzentladungen. Dazu gab es in vielen Regionen massiven Starkregen und somit enorme Regenmengen in kurzer Zeit. In Sankt Johann im Pongau in Salzburg etwa kamen bis Montagfrüh 113 Liter pro Quadratmeter zusammen, nahezu so viel wie sonst im ganzen Monat. In den nächsten Tagen geht es deutlich ruhiger weiter, für den Donnerstag zeichnen sich allerdings im Zuge einer Kaltfront neuerlich Unwetter ab. Der Sommer geht somit passend zum Siebenschläfertag wechselhaft weiter.

Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen von Unwettern: Das Blitzmessnetz von UBIMET erfasste mehr als 120.000 Blitze in ganz Österreich, davon allein am Samstag über 43.000 Entladungen in Oberösterreich. „Die Blitzhotspots waren der Salzburger Flachgau, sowie das Inn- und Mühlviertel“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. „Österreichweit gab es nirgends mehr Blitze am Wochenende als dort.“ In der Nacht auf Sonntag verlagerte sich der Gewitterschwerpunkt allmählich in den Osten und Südosten. Am Sonntag gingen im Süden noch teils kräftige Gewitter nieder.

Wolkenbruchartiger Regen

Neben den Blitzentladungen gab es in den Gewittern stellenweise enorme Regenmengen: In Sankt Johann im Pongau in Salzburg fielen bis Montagfrüh 113 Liter Regen pro Quadratmeter. „Das entspricht nahezu der gesamten durchschnittlichen Regenmenge für den Juni“, sagt Lukas. „Auch im steirischen Pernegg, am Katschberg in Kärnten oder in Abtenau im Salzburger Tennengau kamen in Summe über 80 Liter pro Quadratmeter zusammen.“

Zum Teil gab es sogar regelrechte Wolkenbrüche: In Mürzzuschlag in der Obersteiermark fielen am Sonntagnachmittag in einem Gewitter allein in 10 Minuten 14 Liter Regen. „Hochgerechnet auf eine Stunde sind das rund 80 Liter pro Quadratmeter“, so Lukas. „Mehr als in Wien im ganzen Montag fällt.“

Neue Unwetter am Donnerstag

Die kommenden Tage verlaufen ruhig: Am Dienstag und am Mittwoch stehen sogar recht sommerliche und vielerorts trockene Tage mit bis zu 31 Grad ins Haus. Schauer sowie einzelne Gewitter beschränken sich meist auf das Bergland und den Westen. Für den Donnerstag zeichnet sich allerdings eine Kaltfront ab und damit sind neuerlich heftige Gewitter samt Starkregen, Sturmböen und Hagel möglich.

Siebenschläfertag

Der 27. Juni, Siebenschläfertag, ist ein wichtiger Lostag beim Wetter: „Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Tage bleiben mag“, lautet nur eine Bauernweisheit dazu. Umgelegt auf den heutigen Tag geht der wechselhafte Sommer also in die Verlängerung. „Tatsächlich deutet sich für die kommenden sieben bis zehn Tage kein beständiges Sommerhoch an“, so Lukas.

Unwetter beenden Hitze am Wochenende

UBIMET: Heftige Gewitter mit Starkregen, Sturm und Hagel bringen kühlere Luft

Wien, 23.06.2016 – Die kurze Hitzewelle geht laut dem Wetterdienst UBIMET am Wochenende wieder zu Ende. Dabei besteht vor allem am Samstag und in der Nacht auf Sonntag verbreitet Unwettergefahr durch Wolkenbruch, Hagel und schwere Sturmböen. Auch das Wiener Donauinselfest könnte davon betroffen sein. Zuvor steigert sich die Hitze allerdings noch: Die bislang heißesten Tage des Jahres mit Höchstwerten von knapp 36 Grad stehen bevor. Die Hitzepole liegen in Tirol sowie von Salzburg bis ins Nordburgenland.

Die erste Hitzewelle des Jahres geht mit teils schweren Gewittern am Wochenende wieder zu Ende. In Vorarlberg und im Tiroler Oberland muss man am Samstag schon von der Früh weg mit Schauern und Gewitter rechnen. Diese breiten sich allmählich auf große Teile des Berglandes aus und ziehen in weitere Folge auch ins Flachland. „Dabei sind Unwetter mit Wolkenbruch, Hagel und Sturmböen zu befürchten“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. Am ehesten bleibt es im östlichen Flachland bis zum Abend trocken, spätestens in der Folgenacht muss man aber auch hier mit teils heftigen Gewittern rechnen. Im Westen werden kaum mehr als 22 Grad erreicht. Im Osten und Süden steigen die Temperaturen vor den Gewittern hingegen noch einmal auf schwül-heiße 34 Grad.

Der Sonntag bringt dann generell viele Wolken, kaum Sonne sowie einige Regenschauer, im Süden und Osten auch noch Gewitter. Die Unwettergefahr geht aber langsam zurück. Mit teils lebhaftem Westwind werden von West nach Südost 18 bis 27 Grad erreicht, die Hitze ist somit überall vorbei.

Gewittergefahr auf der Donauinsel

Beim 33. Wiener Donauinselfest verläuft der Freitagnachmittag und -abend sonnig, trocken und heiß bei rund 34 Grad. Am Samstag scheint zunächst bei bis zu 32 Grad die Sonne. Allmählich nimmt die Gewittergefahr allerdings zu, spätestens in der Nacht auf Sonntag muss man mit teils heftigen Gewittern rechnen. Diese können mit Starkregen, Sturmböen und Hagel einhergehen. Damit kühlt es ab, am Sonntag kommen die Temperaturen bei lebhaftem Westwind und ein paar Schauern nicht mehr über 25 Grad hinaus.

Bislang heißeste Tage des Jahres

Schon am Mittwoch wurde mit 32,6 Grad in Innsbruck der bislang wärmste Tag des Jahres in Österreich verzeichnet. „Am Donnerstag und Freitag wird dieser Wert mit 35 oder sogar 36 Grad aber deutlich übertroffen“, sagt Lukas. „Der Hitzepol wird neuerlich der Raum Innsbruck sein, aber auch von Salzburg bis ins Nordburgenland wird der 35er stellenweise geknackt.“ Die Gewittergefahr ist vorerst gering, erst am Freitagnachmittag und Abend muss man im westlichen Bergland sowie im Südosten mit ersten, teils heftigen Gewittern rechnen.

33. Donauinselfest: Brütend heißer Start

UBIMET: 34 Grad und viel Sonne am Freitag, am Wochenende gewittrig und langsam kühler

Wien, 22.06.2016 – Das 33. Donauinselfest in Wien beginnt bei großer Hitze. Die Temperaturen liegen am Freitagnachmittag bei viel Sonnenschein bei rund 34 Grad und dazu bleibt es überwiegend trocken. Am Wochenende geht es laut dem Wetterdienst UBIMET sehr warm, am Samstag sogar noch einmal heiß weiter. Die Gewittergefahr nimmt allerdings markant zu, vor allem am Samstagnachmittag und am Sonntag sollte man vorsorglich einen Regenschutz parat haben.

Bei bis zu 34 Grad fällt am Freitag der Startschuss zum 33. Donauinselfest in Wien. Dazu scheint oft die Sonne und es bleibt trocken. Ausgesprochen warm verläuft auch der Abend: „Selbst um Mitternacht liegen die Temperaturen bei durchwegs sternenklarem Himmel noch zwischen 23 und 25 Grad“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas.

Steigende Gewittergefahr am Wochenende

Am Samstag dominiert zunächst der Sonnenschein und bei bis zu 32 Grad wird es noch einmal richtig heiß, dazu aber auch drückend schwül. Allmählich steigt zudem die Wahrscheinlichkeit für Gewitter deutlich an. „Diese können heftig ausfallen mit zahlreichen Blitzen, Starkregen, Sturmböen und sogar Hagel“, sagt Lukas. Mit einzelnen Schauern und Gewittern muss man auch in der Nacht auf Sonntag rechnen, bei 20 bis 22 Grad um Mitternacht ist es aber dennoch recht warm.

Am Sonntag scheint die Sonne nur noch zeitweise und über den Tag verteilt muss man mit Regenschauern und einzelnen Gewittern rechnen. Zum Teil fallen diese wieder recht kräftig aus mit starkem Regen und Sturmböen. Mit maximal 25 bis 27 Grad und auffrischendem Westwind gehen die Temperaturen zurück.

Astronomischer Sommerbeginn: Sommer gibt Vollgas

UBIMET: Erste Hitzewelle des Jahres mit bis zu 35 Grad, geringe Gewittergefahr, Donauinselfest zweigeteilt

Wien, 20.06.2016 – Der astronomische Sommer beginnt heuer am 21. Juni um exakt 00:34 Uhr. Das Wetter könnte dazu laut dem Wetterdienst UBIMET kaum passender sein: Die erste Hitzewelle mit Temperaturen von 35 Grad und mehr sowie viel Sonnenschein kündigt sich an. Zudem bleibt es durchwegs trocken. Damit sind in vielen Regionen bis zu 16 Stunden Sonne pro Tag möglich. Die Gewittergefahr nimmt aus heutiger Sicht erst am Wochenende wieder zu, auch das Donauinselfest könnte davon betroffen sein.

Am 21. Juni um 00:34 Uhr beginnt der astronomische Sommer. Passend dazu steht nach den kühlen und verregneten Wochen die erste richtige Hitzewelle vor der Tür. „Speziell der Donnerstag und der Freitag werden sehr heiß mit 35 oder sogar 36 Grad“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. „Damit stehen die bislang heißesten Tage des Jahres bevor.“ Dazu bleibt es überwiegend trocken, selbst im Bergland ist die Gewittergefahr vorerst gering. Die Bauern können somit mit der Heuernte beginnen und auch für die Bäder geht das lange Warten auf richtiges Badewetter zu Ende.

Bevor die große Hitze kommt, stehen noch ein speziell im Westen kühler und unbeständiger Dienstag sowie ein überwiegend sonniger und überall deutlich wärmerer Mittwoch bevor. „An beiden Tagen gibt es von der südlichen Steiermark bis nach Niederösterreich und Wien die meisten Sonnenstunden“, so Lukas. „Schon am Mittwoch werden vielerorts die 30 Grad geknackt.“

Donauinselfest startet strahlend sonnig und heiß

Der erste, vorsichtige Wettertrend für das Donauinselfest in Wien verspricht bei bis zu 34 Grad einen brütend heißen und strahlend sonnigen Start am Freitag. Am Samstag scheint zwar ebenfalls noch zeitweise die Sonne, bei bis zu 33 Grad wird es allerdings drückend schwül und allmählich steigt die Gewittergefahr deutlich an. Unbeständig und kühler verläuft aus heutiger Sicht der Sonntag.

16 Sonnenstunden: Die längsten Tage im Jahr

Zum astronomischen Sommerbeginn, auch Sommersonnenwende genannt, sind die Tage im gesamten Jahr am längsten: In Wien etwa geht die Sonne bereits kurz vor fünf Uhr in der Früh auf und erst gegen 21 Uhr wieder unter. „An wolkenlosen Tagen scheint die Sonne somit gut 16 Stunden“, sagt Lukas. Von nun an werden die Tage wieder kürzer. „Vorerst aber nur langsam, bis zum Monatsende um gerade einmal vier Minuten“, sagt der Meteorologe.